27.09.2014

Schriesheim: Mit Elan für das große Lese-Event

An "StadtLesen" vom 2. bis 5. Oktober sind 130 Personen beteiligt - und viele Unterstützer

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. 3000 Bücher sind im Spiel, das wussten die Schriesheimer ja bereits, als sie im Internet für die Teilnahme ihrer Stadt bei der Aktion "StadtLesen" abstimmten (die RNZ berichtete). Sinn der Sache ist eine "Leseecke" mitten in der Stadt, in diesem Falle im unteren Strahlenberger Schulhof. Bei schönem Wetter sind hier Regale und Sitzkissen aufgebaut, auf denen man nach Belieben sitzen und lesen kann, nach der Vorstellung der Veranstalter von 9 Uhr morgens bis Sonnenuntergang. Bei schlechtem Wetter würde das "mobile Wohnzimmer" in den Zehntkeller und am 3. Oktober in die Mehrzweckhalle ausweichen.

Vier Tage lang, vom 2. bis 5. Oktober, hat man die Gelegenheit, Literatur der verschiedensten Genres zu entdecken und in Büchern zu blättern, die man sonst vielleicht nicht aus dem Regal geholt hätte. Ausschließlich im Lesen soll das Vergnügen aber nicht bestehen: Vereine, Institutionen und Schulen sorgen während dieser Tage für ein buntes Programm zwischen den Bücherregalen. Zwei Grundschulen sind beteiligt, zwei Kindergärten, eine weiterführende Schule, Angehörige von drei christlichen Kirchengemeinden, Mitglieder des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren, acht Angehörige des Mannheimer Autorenkreises "Textsalon Don", zwei Schriftsteller sowie mehrere Wissenschaftler im Rahmen einer Lesung fremdsprachiger Texte. Macht alles in allem etwa 130 Personen vom Kleinkind- bis zum Rentenalter, nicht mitgezählt diejenigen, die daneben, davor und drum herum vorbereiten, unterstützen und zuarbeiten, etwa die Mitglieder der Serviceclubs Rotary und Inner Wheel, die zum allergrößten Teil die Kosten der Veranstaltung übernommen haben. Schon bevor es überhaupt losgeht, ist Stadtbibliotheksleiterin Ruth Schneider überwältigt von dieser Resonanz.

"Das Lesen hat in Schriesheim einen sehr hohen Stellenwert, ich freue mich über den Elan und den Schwung aller Teilnehmer", sagt die Frau, die das kleine Lesefestival nach Schriesheim geholt hat und mit dem sie sich quasi aus Schriesheim verabschiedet (wir haben berichtet). Die Veranstaltungen versprechen eine große Themenvielfalt und weisen die unterschiedlichsten Interessen aus.

So beschäftigen sich die Zehntklässler der Kurpfalz-Realschule mit einem Jugendbuch, während Kindergärten und Grundschulen Märchen und Musicals inszenieren oder Lieblingsbücher vorstellen. Bei den Älteren stehen Texte im Dialekt und originelle Gedichte im Vordergrund, während es am "Integrationstag" um Literatur aus China und aus dem walisischen Teil der Britischen Inseln geht. Dem "Textsalon Don", der nach dem Treffpunkt seiner Teilnehmer, dem Heidelberger Lokal "Don Robert" benannt ist, gehören Sabine Hieronymus, Rüdiger Uckert, Bärbel Niklas, Erika Köcher, Wiebke Hartmann, Heide-Marie Lauterer und Andrea van Bebber an. Sie haben Krimis, Romane und "literarisches Treibgut" im Gepäck. Spannend wird es auch, wenn Autorin Claudia Schmid aus ihrem Krimi "Mannheimer Todesmess" liest.

Einer der prominentesten Gäste wird gleich am ersten Abend erwartet: Andreas Föhr, bekannt als Autor von Fernsehkrimis wie "Tatort" oder "Der Bulle von Tölz", schreibt auch spannende Bücher. Seine Alpenkrimis, darunter "Totensonntag", "Schafkopf" und "Prinzessinnenmörder", sind im bayerischen Miesbach angesiedelt. Krönender Abschluss von "StadtLesen" ist die Auslosung der Gewinner, die einen Teilnahmeschein für das Kinderquiz oder das Rätsel für die Erwachsenen bei der Stadtbibliothek abgegeben haben. Ihnen winken Buchpreise oder die Mitgliedschaft in der Bücherei. > Programm

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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