13.10.2014

Schriesheimer Feuerwehrübung: Rauch schloss Schulklassen ein

Szenario der Feuerwehr-Unterkreisübung war ein Brand im Aufenthaltsraum des KGS

Schriesheim. (nip) Was für ein Horrorszenario und was für Ängste von Eltern, die ihre Kinder sicher in der Schule wähnen und dann erfahren, dass es dort brennt, dass möglicherweise ihr Kind eines von denen ist, die noch im Schulzimmer eingeschlossen sind.

Die Großübung der Feuerwehren aus dem Unterkreis Ladenburg griff dieses Thema jetzt im Schulzentrum auf, beklemmend aktuell wegen des jüngsten und noch ungeklärten Amokalarms an einer Schule in Schwetzingen. "Die Idee und die Planung sind sehr realitätsnah", kommentierte der stellvertretende Kreisbrandmeister, Axel Schuh, später.

Dass die Wahl aufs Kurpfalz-Gymnasium fiel, wo im zweistöckigen Aufenthaltsraum ein Brand mit starker Rauchentwicklung angenommen wurde, habe mit der dortigen Sanierungsproblematik nichts zu tun, versicherte Schriesheims Feuerwehr-Pressewart Bernd Liebetrau. "So eine Unterkreis-Übung braucht einfach Platz. Und den haben wir hier." Dass im Aufenthaltsraum nach den Regenfällen der letzten Tage eine große Wasserpfütze stand, für die die Feuerwehren nichts konnten, weil die Wasserschläuche trocken blieben, bestätigte dennoch den schwierigen Zustand des Gebäudes.

Während Kommandant Oliver Scherer Bürgermeister Hansjörg Höfer und Gemeinderäte auch aus den anderen Kommunen herumführte, nahm sich Liebetrau Zeit, die Vorgehensweise zu erklären. "Um 14 Uhr geht bei der Integrierten Leitstelle in Ladenburg ein Brandmeldealarm ein, ausgelöst durch den Rauch in der Schule." Kurze Zeit später bestätigt das Gymnasium das Feuer.

Zwei Schulklassen, insgesamt 32 Schüler, sind in zwei gegenüberliegenden Klassenräumen durch den Rauch eingeschlossen. Drei Verletzte, davon einer bewusstlos, sieht das Übungskonzept vor. Mitglieder der Jugendfeuerwehr halten ein rotes Schild ans Fenster. Es signalisiert "Gefahr". In jedem Klassenraum hängen jeweils ein grünes und ein rotes Schild, zusammen mit einer Praxisanleitung für den Ernstfall.

Der Vollalarm bringt die Schriesheimer, Altenbacher und Ursenbacher Brandschützer auf Trab; die Führungsgruppe, Kameraden aus Ladenburg mitsamt Drehleiter folgen. Der komplette Unterkreis mit Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und den Werksfeuerwehren CBL und Metzeler schließen sich an.

Genau 17 Fahrzeuge der Feuerwehren, davon allein drei Drehleitern, 102 Feuerwehrleute, drei Einsatzfahrzeuge des DRK mit elf Frauen und Männern sowie der Schnellen Einsatzgruppe SEG, Polizei und auch noch sechs Notfallseelsorger des Feuerwehrverbandes Rhein-Neckar sind eingebunden. Einsatzleiter Andreas Baar, der stellvertretende Kommandant der Abteilung Schriesheim, checkt die Lage und lässt insgesamt vier Einsatzabschnitte bilden. Ein erster Trupp dringt ins Treppenhaus zum Brandherd vor, wobei die Rettung von Personen Vorrang hat.

17 Feuerwehrfahrzeuge, davon drei Drehleitern, sowie 102 Kameraden probten am Samstag den Ernstfall. Dazu kamen noch die Rettungsteams des Roten Kreuzes. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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