24.10.2014

Verkehr in Schriesheim: Die Grünen fangen beim Tempo an

Verkehr in Schriesheim: Die Grünen fangen beim Tempo anDie Grüne Liste hat ihre "Offensive zur Verbesserung der Verkehrssituation" gestartet - Es gelte, Fortschritte für Fußgänger und Fahrradfahrer zu erzielen

Der Kauf mobiler Geschwindigkeitsanzeigen ist Teil der grünen Forderungen. Foto: Dorn

Schriesheim. (cab) Mit einem Vororttermin an der Ecke Zentgrafen-/Schönauer Straße hat die Grüne Liste gestern eine "Offensive zur Verbesserung der Verkehrssituation in Schriesheim" gestartet. Die Wählervereinigung sieht hier Handlungsbedarf: "Denn es sind Verkehrsthemen, auf die wir am häufigsten von Bürgern angesprochen werden", so Fraktionschef im Gemeinderat, Christian Wolf. Es gelte, Fortschritte für Fußgänger und Fahrradfahrer zu erzielen: "Und auch für Autofahrer", betonte Wolf. Zunächst fangen die Grünen beim Tempo auf den Straßen an: "Weil es die meisten Beschwerden wegen zu schnellem Fahren gibt", so Wolf, der dabei besonders die Zentgrafenstraße, die Bismarckstraße in der Verlängerung Richtung Baugebiet "Nord" sowie den Dossenheimer Weg ansprach - allesamt "Tempo 30"-Zonen. Mit drei Maßnahmen wollen die Grünen hier der Raserei Einhalt gebieten: mit mobilen Tafeln, die die Geschwindigkeit anzeigen, mit "Tempo 30"-Piktogrammen, die auf die Fahrbahnen gemalt werden, sowie mit weißen "Wartelinien" an Kreuzungen. Wolf und sein Fraktionskollege Wolfgang Fremgen, der als Fahrlehrer ja schon von Berufs wegen Experte im Thema ist, erläuterten Details.

Die mobilen Geschwindigkeitsanzeigen seien "sehr wirksam", so Wolf: "Da hält man sich dran". Die Grünen wollen, dass die Stadt drei weitere dieser Geräte anschafft: "Es gab mal zwei, eine landete im Kanzelbach." Bei den Piktogrammen für die Straße erinnerte Wolf daran, dass "fast überall" in Schriesheim "Tempo 30" gelte: "Das wird am Anfang mal angezeigt, nur nach ein paar Hundert Metern hat man das wieder vergessen, das ist ganz normal." Also sollen die Erinnerungshilfen auf die Straßen gemalt werden. Die Linien an Kreuzungen bis zur Fahrbahnmitte seien "bewusste Unterbrechungen im Straßenverlauf", erklärte Fremgen die dritte Forderung der Grünen: "Das kann also effektiv sein", sagte er. Wolf kündigte Anträge zu allen drei Vorschlägen an, wobei Markierungen auf der Fahrbahn Sache der Verkehrsbehörde des Landratsamts sind. Diese würden bei einer Verkehrstagfahrt vor Ort angesprochen und erörtert.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung