14.11.2014

Schriesheim: Höfer strebt Feuerwehr-Anbau für 2017 an "Masterplan" für Neugestaltung des Festplatzes s

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Die künftige Gestaltung des Festplatzes ist eng verbunden mit der Frage, wie mehr Platz für die Feuerwehr geschaffen werden soll. Bürgermeister Hansjörg Höfer strebt einen Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus an. Das teilte er gestern auf Nachfrage der RNZ im Rahmen eines Pressegesprächs mit, in dem er auch die nächsten Schritte für die städtebauliche Zukunft des Festplatzes skizzierte.

Demnach möchte Höfer die Vorschläge aus den Siegerentwürfen des Ideenwettbewerbes einfließen lassen in eine Art verbindlichen "Masterplan" für die Entwicklung der großen Freifläche im Herzen der Stadt. Dieser solle im kommenden Jahr mit dem Gemeinderat erarbeitet und nach Möglichkeit auch verabschiedet werden, so Höfers Ziel. Dabei ist ihm und Stadtbaumeisterin Astrid Fath gerade auch die Beteiligung der Bürger besonders wichtig.

Diese haben am Donnerstag, 27. November, um 18 Uhr im Rathaus die Gelegenheit, sich die neuen Konzepte für den Festplatz anhand der überzeugendsten Modelle des Ideenwettbewerbs zeigen und erläutern zu lassen. Vertreter der drei Büros, die jeweils einen zweiten Platz erzielt haben, werden dafür anwesend sein. Dabei handelt es sich um die Landschaftsplaner "Spang.Fischer.Natzschka" aus Walldorf, "ernst+partner" aus Trier sowie um das Büro "factorgruen" aus Freiburg. Fath sagte, die Teilnehmerzahl sei auf 25 Personen begrenzt, damit sich wirklich ein Austausch zwischen Bürgern und Architekten entwickeln könne. Sollte die Resonanz wesentlich größer sein, werde ein weiterer Termin angeboten.

Zudem wird das Bauamt der Stadt ab 3. Dezember immer mittwochs um 16 Uhr eine Art Sprechstunde für Bürger in Sachen Festplatz anbieten: "Wir wollen die Rückmeldung aus der Bevölkerung zu den bislang vorgestellten Ideen", sagte Fath.

Die Neugestaltung des Festplatzes ist in größeren zeitlichen Zusammenhängen zu sehen. Die Stadt will hier - quasi wie auch bei Altenbachs neuer Ortsmitte - Schritt für Schritt vorgehen. Erste sichtbare Maßnahme solle die Erweiterung der Feuerwehr sein, unterstrich Höfer. Deren Anbau müsse ebenfalls schon im kommenden Jahr geplant werden - parallel zur Erstellung des "Masterplans". Im Januar 2016 möchte die Verwaltung dann eine Bezuschussung dieser Baumaßnahme beim Land beantragen. Aus welchem Fördertopf, müsse man noch prüfen, so Fath. Im Jahr 2017 sollten dann die Bauarbeiten für die Feuerwehrerweiterung beginnen, sagte Höfer mit Blick auf den Zeitplan: "Nur darf dann auch nichts dazwischen kommen." Der Bürgermeister bekräftigte, dass mit ihm ein komplett neues Feuerwehrhaus nicht zu machen sein wird - außerhalb der Innenstadt schon gar nicht: "Ich bin froh, dass die Feuerwehr hier direkt vor Ort ist, auch wenn das natürlich mit Belastungen für die Nachbarn verbunden ist. Und ein Neubau hier am Festplatz ist schlicht nicht finanzierbar." Ganz vorne auf Höfers Agenda bezüglich des "Masterplans" ist auch die Freilegung des Kanzelbachs längs der Talstraße: "Aber das wollen wir ebenfalls zunächst mit den Bürgern diskutieren." Deshalb gebe es dafür keine zeitlich konkrete Vorgabe: "Sicher wollen wir aber auch damit möglichst schnell beginnen", sagte der Verwaltungschef.

Fath erinnerte nochmals daran, warum die Neugestaltung des Festplatzes überhaupt Thema wurde. Mit der für 2016 erwarteten Öffnung des Branichtunnels seien Chancen für die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt verbunden. Also auch des Festplatzes. Dieser liegt inzwischen im Sanierungsgebiet "Ehemaliger Bahnhof / B 3". So könnten der Stadt für die Platzgestaltung rund 150 Euro pro Quadratmeter als Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm winken. Das alles sei Motivation für den Ideenwettbewerb gewesen, so Fath. Zwar habe es Vorgaben gegeben - etwa die Berücksichtigung von Parkplätzen, genug Raum für den Mathaisemarkt und die Feuerwehr-Erweiterung. Ganz bewusst habe man den Planern ansonsten aber freie Hand gelassen: "Sie sollten frei denken und ihre Ideen entwickeln können. Dabei ging es nicht um die Realisierung", sagte Fath. Die Stadträte in der Jury, ergänzte Höfer, hätten die Gelegenheit gehabt, sich mit dem Areal in seiner Gesamtheit auseinanderzusetzen. Und einig sei man sich darin gewesen, dass der Festplatz "ein Juwel inmitten der Stadt" sei.

Info:
Anmeldungen für das Planungsgespräch zur Zukunft des Festplatzes am 27. November, um 18 Uhr sowie für die Bürgersprechstunde zu diesem Thema am 3. Dezember, ab 16 Uhr im Bauamt bei Karina Mayer, E-Mail: karina.mayer@schriesheim.de, Telefon 0 62 03 / 602.221.
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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung