14.12.2014

Am Schriesheimer OEG-Gelände wird ein Carsharing-Platz eingerichtet Künftig geht's von der Bahn direkt ins Teila

Schriesheim. (ze) Neben den "Großprojekten" Ärztehaus und Volksbank hatte der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) dieser Tage auch über verschiedene kleinere Bauvorhaben zu beraten. Etwa über eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Wohnhauses im Bereich des Schriesheimer Kohlhofs. "Die Baurechtsbehörde sieht dieses Vorhaben kritisch", erläuterte Rebecca Scheuermann von der Bauverwaltung der Stadt Schriesheim. Bei dem Gebiet Kohlhof handele es sich um eine so genannte Splittersiedlung im Außenbereich. Bei einer Genehmigung des Neubaus wäre eine Erweiterung der Splittersiedlung zu befürchten. Zudem liege der überwiegende Teil des Kohlhofs wie auch das Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet, so dass eine weitere Bebauung nicht genehmigungsfähig sei. Würde der Ausschuss der Bauvoranfrage zustimmen, schaffe man damit einen Präzedenzfall.

Dementsprechend sprachen sich die Ausschussmitglieder dagegen aus. Nur Christian Wolf (Grüne Liste) sah das Ganze etwas anders. "Vor 20 Jahren wurde die Grenze des Landschaftsschutzgebiets gerade dorthin gezogen, wo kein Haus war", argumentierte er. Bei einer Gegenstimme von Wolf lehnte der Ausschuss die Bauvoranfrage ab.

Toilettennutzung kostet 50 Cent

Ebenfalls abgelehnt wurden zwei Bauanträge aus dem Bereich Altenbach beziehungsweise des Bebauungsplans "Eichenweg". In beiden Fällen waren die beantragten Maßnahmen bereits ausgeführt. "Ich finde es dreist, einfach so loszubauen", meinte Frank Springel (CDU). Daher wurden die nachträglich beantragten Befreiungen von den geltenden Bebauungsplänen abgelehnt. "Entscheiden wird aber das Landratsamt", wies Christian Wolf darauf hin, dass der ATU keine diesbezügliche Befugnis habe. Auch beantragte Ausnahmen zu einem Bauvorhaben im Bereich des Bebauungsplans "Steinach" wurden abgelehnt.

Dagegen befürwortete der ATU den Anbau eines Balkons bei einem Wohnhaus im Blütenweg und eine Überdachung auf dem Gelände der Mälzerei Kling. Genauso befürwortete er den Vorschlag zur Bewirtschaftung der WC-Anlage am OEG-Gelände. Für die Nutzung der Toilette wird eine Gebühr von 50 Cent erhoben. Die Anlage soll bis Anfang des kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Auch der Einrichtung eines Carsharing-Platzes am OEG-Gelände stimmte der ATU zu. "Wenn es gut läuft, soll ein zweiter Platz eingerichtet werden", erläuterte Stadtbaumeisterin Astrid Fath. Für die 15 öffentlichen Parkplätze am OEG-Gelände wurde zudem eine Höchstparkdauer von einer Stunde über eine Parkscheibenregelung beschlossen. Der Park+Ride Parkplatz wird mit einem entsprechenden Schild ausgestattet, ein Zugangskontrollsystem könne gegebenenfalls später eingerichtet werden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung