14.12.2014

Schriesheim-Ursenbach: Nach dem Dach ist nun die Wohnung dran

Haushaltsberatung im Ursenbacher Ortschaftsrat: 50.000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus - Auch das Internet war ein Thema

Schriesheim-Ursenbach. (ze) Eine Ortschaftsratssitzung mit Weihnachtsdekoration gibt es auch nicht alle Tage. Doch das Ursenbacher Dorfgemeinschaftshaus war dieser Tage bereits festlich geschmückt, und gleichzeitig galt es, den Haushalt des Ortsteils für das kommende Jahr zu beraten.

Dabei hatte Ortsvorsteherin Rosemarie Edelmann erfreuliche Nachrichten für die Einwohner Ursenbachs. So bleiben die Zuschüsse an den Sängerchor, für das Kinderfest, die Heimatpflege und die Altenbetreuung unverändert. Zusätzlich sollen 1000 Euro für das Dorfgemeinschaftsfest bereit gestellt werden, da dieses nun auf zwei Tage ausgedehnt wird und eine "Band spielt", wie Rosemarie Edelmann betonte.

Außerdem soll der Etat für die Unterhaltung der Wirtschaftswege kräftig von 3000 auf 25.000 Euro erhöht werden. "Bei einer Begehung haben wir festgestellt, dass hier einiges zu tun ist", erläuterte die Ortsvorsteherin. Die Haushaltsmittel für die Unterhaltung von Straßen, Gehwegen und Plätzen, Park und Grünanlagen sowie für das Dorfgemeinschaftshaus bleiben unverändert.

50.000 Euro sind allerdings für den Ausbau der Dachwohnung im Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen. "Nachdem nun die Fenster erneuert sind und das Dach eine Wärmedämmung bekommen hat, sind wir auf einem guten Weg, was die Heizkosten betrifft", befand Stadtbaumeisterin Astrid Fath. In der Wohnung im Dachgeschoss sei allerdings noch einiges zu tun, wie eine Begehung vergangene Woche gezeigt habe. So sei die Elektroverteilung zu erneuern und teilweise auch die Böden, Wände und Decken.

Das Bad dagegen sei noch in einem sehr guten Zustand. Mit der Fertigstellung der Wohnung rechnet die Stadtbaumeisterin im Sommer kommenden Jahres. Für die Sanierung der Friedhofskapelle wurden dagegen keinerlei Haushaltsmittel eingestellt. "Die Friedhofskapelle hat in diesem Jahr ein neues Fundament bekommen", erklärte Fath. Im kommenden Jahr werde die Kapelle nun weiter vermessen, um festzustellen, ob sie sich noch absenkt. Wenn das nicht der Fall sei, könne man im Jahr 2016 die weitere Sanierung angehen. So sei bereits festgestellt worden, dass Risse im Boden und im Wandbereich vorhanden seien.

Auf Anfrage von Rolf Pranner bezüglich einer Internetverbindung für die Verwaltungsstelle teilte Bürgermeister Hansjörg Höfer mit, dass man bisher davon abgesehen habe, ein solche einzurichten, da die Verwaltungsstelle nur wenige Stunden in der Woche besetzt sei. Notwendige Formulare ließen sich auch zu Hause ausdrucken. Man will nun jedoch prüfen, ob sich ein kostengünstiger Internetanschluss, etwa über den der Stadt, herstellen lässt.

Bezüglich des Ausbaus der Netzverbindung im Zuge der Gründung des Zweckverbands High-Speed-Netz Rhein-Neckar erläuterte Astrid Fath, dass man weiterhin für Ursenbach eine Funklösung favorisiere. Im kommenden Jahr seien dafür bereits erste Maßnahmen angedacht, Konkreteres konnte sie jedoch noch nicht mitteilen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung