18.02.2015

In Altenbach gingen die Weihnachtsbäume in Flammen auf

Schöne Tradition: Auch gestern kamen Groß und Klein, um das Spektakel aus Flammen und Rauch zu verfolgen. Foto: Dorn

Schriesheim-Altenbach. (cab) Wie lange es diese schöne Tradition schon gibt, wusste keiner so genau. FW-Ortschafts- und Stadtrat Hans Beckenbach erinnerte sich aber daran, "dass damals auf jedem Buckel ein Feuer gebrannt hat. Und wir haben die Haufen als Kinder selbst noch aufgebaut." Ist also schon etwas her. Bei Einbruch der Dunkelheit entzündeten die Altenbacher Feuerwehrkameraden jedenfalls auch gestern Abend wieder einen ordentlichen "Fastnachtshaufen". Ein kleines Event für den Ortsteil.

Groß und Klein kamen, um stauend oder andächtig in die Flammen und jede Menge dichte Rauchwolken zu schauen, die zum Himmel emporquollen. Gleich rollenweise hatte die Altenbacher Jugendfeuerwehr Anfang Januar die ausrangierten Weihnachtsbäume im Ort eingesammelt und geradewegs auf den Krückenberg gebracht, wo sie sofort aufgeschichtet worden waren. Dann kam eine Plane drüber, die die Feuchtigkeit aber nicht ganz abhalten konnte. Dort stand der schätzungsweise fünf Meter hohe Tannenhügel dann bis gestern Abend und wartete darauf, im hellen Feuer aufzugehen, dessen Glut noch bis in die frühen Morgenstunden des Aschermittwoch weiterglimmen sollte - immer unter Kontrolle der Wehr, versteht sich.

Auch Werner Gutfleisch hatte sich in sicherem Abstand ein Plätzchen gesucht und freute sich über das kleine Stelldichein auf seinem Grundstück. Dieses stellt der Sohn des ehemaligen Feuerwehrkommandanten des Orts schon lange für diesen Anlass zur Verfügung, den der örtliche Feuerwehrnachwuchs mit so viel Akribie organisiert hatte: "Das ist eine Domäne der Jugendfeuerwehr", freute sich auch Dr. Herbert Kraus: "Sie machen hier alles selbst und sind hellauf begeistert bei der Sache. Heute Nachmittag haben sie schon das Zelt aufgebaut", lobte der Ortsvorsteher. In diesem Zelt schenkten die Jüngsten der Kameraden gestern Abend Glühwein aus. Es gab zudem dampfende Suppe. Andere wärmten sich bei einem Fläschchen Bier oder Antialkoholischem. "Das ist doch eine gute Möglichkeit, die Bäume zu entsorgen", sinnierte Hans Beckenbach beim Blick in die Flammen. Da hatte er recht. Und wer weiß: Vielleicht brennen ja eines Tages wirklich wieder "auf jedem Buckel" die "Fastnachtshaufen".

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung