05.03.2015

Schriesheim: Die Jugendfeuerwehr als "Schule für das Leben"

Die erste Bürgermeisterstellvertreterin Dr. Barbara Schenk-Zitsch besuchte den Nachwuchs der Feuerwehrleute und sparte nicht mit Lob

Schriesheim. (nip) "Ich bewundere ja die Großen sehr, deshalb dachte ich mir, ich besuche mal die ‚kleinen‘ Feuerwehrleute", meinte Dr. Barbara Schenk-Zitsch bei ihrem Besuch der Jugendfeuerwehr Schriesheim. Die Stadträtin der Grünen stellt sich als Erste Bürgermeister-Stellvertreterin zurzeit verschiedenen Institutionen vor. Es geht dabei ums gegenseitige Kennenlernen und darum, Informationen zur Arbeit der jeweiligen Einrichtungen zu erhalten.

Die Jugendfeuerwehr bot diese Informationen in Theorie und Praxis: An diesem Übungsabend, der in der Regel ein bis eineinhalb Stunden dauere, wie Jugendwart Marko Ries erklärte, standen praktische Umsetzungen vorausgegangener Theorieteile an. Die Jüngeren im Alter ab zehn Jahren lernten, wie man Strahler aufbaut und anschließt, um einen Einsatzort auszuleuchten.

Auf der anderen Seite übten die ab 14-jährigen einen Löschangriff, legten Wasseranschlüsse, rollten Schläuche ab und kommunizierten per Funk. "Auch das muss man erst lernen", sagte Ries.

Schenk-Zitsch erkundigte sich nach Fort- und Ausbildungsgängen und fragte nach, ob die Kinder der Feuerwehr auch später erhalten bleiben würden. "Wenn sie durchgehend bis zum 17. Lebensjahr mitmachen", erklärte der Jugendwart, "dann bleiben sie uns in aller Regel erhalten und wechseln in die aktive Wehr."

Der Jugendwart selbst ist seit rund sieben Jahren in der Jugendarbeit tätig, aktuell gemeinsam mit sechs Jugendleitern, darunter zwei Frauen. An diesem Abend kümmerten sich der stellvertretende Jugendwart Lukas Theophil und Thorsten Riedling um die 15-köpfige Schar. Im Umkleideraum wurden zunächst ihre Namen verlesen, wobei auch hier Disziplin erkennbar war: Wer von den insgesamt 24 Kindern und Jugendlichen nicht anwesend war, hatte sein Fehlen zuvor entschuldigt. An den Spinden hingen Briefumschläge mit der Anmeldung fürs Zeltlager, auf das sich auch Viktoria und Miriam schon vorfreuen. Die beiden elfjährigen Mädchen sind seit einem guten Jahr bei der Jugendfeuerwehr: "Unsere Väter sind auch bei der Wehr. Der eine in Schriesheim, der andere in Dossenheim."

Mit einer Einladung zu von ihr gestifteten Schnitzeln, Brezeln und Kartoffelsalat bedankte sich die Bürgermeister-Stellvertreterin herzlich bei Ausbildern, Kindern und Jugendlichen für deren großes Engagement. Bei der Jugendfeuerwehr werde nicht nur Expertenwissen für Einsätze vermittelt, sondern die Jugendfeuerwehr sei auch eine hervorragende "Schule für das Leben": "Teamgeist und Hilfsbereitschaft werden hier ebenso geschult wie Fleiß und Zuverlässigkeit. Auch Spiel und Spaß kommen nicht zu kurz", meinte sie. Ihr Fazit: "Interessierte Kinder sind bei der Feuerwehr bestens aufgehoben." Die Gruppenabende finden vierzehntägig immer mittwochs um 18 Uhr im "Haus der Feuerwehr" statt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung