31.03.2015

Schriesheim: Entwurf für den Kindergarten Kurpfalzstraße präsentiert

Holz, Licht, Großzügigkeit und alles an seinem Platz - Viel Bewegungsraum für die Kinder

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Sie verspricht viel Platz zum Bewegen für die Kinder, überzeugt mit ihrem Raumprogramm, verbindet das Gebäude ansprechend mit den Spielbereichen im Freien und machte auf Kindergartenleiterin Lucy Barth letztlich den Eindruck, dass sich ihre Schützlinge und die Erzieherinnen hier besonders wohlfühlen könnten: Die Planung für den neuen Kindergarten in der Kurpfalzstraße aus dem Konstanzer Büro "Lanz + Schwager Architekten" überzeugte das Preisgericht letztlich am meisten. Der Entwurf erhielt im Realisierungswettbewerb, wie berichtet, den ersten Preis. Damit verbunden ist das "Auftragsversprechen". Das heißt: Nach den Plänen von "Lanz + Schwager" wird der Neubau auch errichtet.

Die Architekten vom Bodensee schlagen einen zweigeschossigen, riegelförmigen Baukörper in Holzbauweise entlang der Hirschberger Straße vor. Vor- und Rücksprünge gliedern das Gebäude, das größer sein wird als die alte "Kinderschachtel". Durch die Lage am Südrand des Grundstücks entsteht zentral und nördlich eine große Freifläche, die später vom Kindergarten in der Mannheimer Straße mitgenutzt wird. So wird der Spielhof als Bewegungsraum auch zu einem Begegnungsraum für die Kinder beider Betreuungseinrichtungen. In seiner Topografie soll dieser durch einen "Spielhügel" gegliedert werden, über den aus dem Obergeschoss des neuen Kindergartens ein direkter Weg ins Freie geschaffen wird.

Der Eingang liegt auch beim Neubau in der Kurpfalzstraße. Stadtbaumeisterin Astrid Fath hob in der Präsentation am Samstag besonders hervor, dass sich im Erdgeschoss ein anderthalbgeschossiger, separat nutzbarer Mehrzweckraum gleich an den Eingangsbereich anschließt - quasi noch, bevor man den Kindergarten selbst betritt. Dieser empfängt die Kinder und Erzieherinnen mit einem großzügigen "Bewegungsflur" - dem Bindeglied zwischen allen Räumen.

Das Raumgefüge selbst ist differenziert und in verschiedene Nutzungseinheiten gegliedert. Durch die Vor- und Rücksprünge im Baukörper entstehen vielfältige Blickwinkel ins Gebäude hinein und nach draußen. Im Süden hat der Baukörper loggienartige Einbuchtungen. Geschützt und überdacht, sind die Kinder hier trotzdem im Freien. Nach Norden öffnet er sich durch eine großzügige Verglasung zum zentralen Spielhof. Der Entwurf verspricht also viel Licht in dem neuen Gebäude.

Über eine laut Erläuterung "gut einsehbare" Treppenanlage kommt man ins Obergeschoss, wo weitere Gruppen- und Funktionsräume für Bewegung, Spiel und Ruhe zu finden sind. Außerdem sind hier die Verwaltungsräume des Kindergartens angeordnet. Ein offener Flur wiederholt sich hier als Erschließungselement.

Südlich gehen davon die Gruppenräume ab, die jeweils mit zwei Zusatzräumen und einem überdachten Außenbereich eine Nutzungseinheit bilden sollen. Die Schlaf- und Materialräume sind in beiden Geschossen im Osten eingeplant, der Büro- und Erzieherinnenbereich im Westen, was diese Räume schon vom Haupteingang aus über eine Treppe oder mit einem Aufzug erreichbar macht. Auch zum nachhaltigen Energiekonzept des neuen Kindergartens machten "Lanz +Schwager" Aussagen. Die Baukosten, so Bürgermeister Hansjörg Höfer am Samstag, hätten zunächst keine Rolle für die Entscheidung der Jury gespielt. "Sonst hätte man sich schnell nur daran orientiert", ergänzte Fath. In der Mittelfristigen Finanzplanung der Stadt sind für den Neubau in den Jahren 2016 und 2017 jeweils 1,5 Millionen Euro eingeplant.
Das Modell des Kindergartens: Deutlich zu erkennen sind die Vor- und Rücksprünge, die das Flachdachgebäude gliedern. Foto: Dorn/Pläne: Lanz + Schwager

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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