15.04.2015

Altenbach hat seine neue Mitte

Ort der Begegnung und Belebung: Gestern wurde der neu gestaltete Ortsmittelpunkt seiner Bestimmung übergeben

Von Carsten Blaue

Schriesheim-Altenbach. Mit einem kleinen Fest für Jung und Alt wurde gestern der neue Altenbacher Ortsmittelpunkt eröffnet. Es war ein historischer Freudentag für den Ortsteil, an dem die Sonne vor allem mit denjenigen um die Wette strahlte, die sich jahrelang für die Ortsmittengestaltung eingesetzt hatten. Schüler aller Klassen der Grundschule unterstrichen die Freude an diesem Nachmittag mit Tänzen und Liedern zwischen den Reden. "Stolz und glücklich" zeigte sich in seiner Begrüßung Ortsvorsteher Dr. Herbert Kraus.

Die neue Ortsmitte werde immer mit dem Namen seines Vorgängers, Alfred Burkhardt, verbunden sein. Hätten dessen Kontakte zur Familie Plattner doch erst zur Spende der Stiftung des SAP-Mitbegründers geführt, die die Neugestaltung im Jahr 2010 anschob. Jetzt habe der Ortsmittelpunkt ein neues Gesicht, sei ein Blickfang und Treffpunkt für alle Generationen, für Altenbacher und ihre Gäste, für junge Familien, Jugendliche und Senioren geworden. Lang sei der Weg von der Planung bis zum Eröffnungstag gewesen, so Kraus. Ein neuer Mittelpunkt sei entstanden für das örtliche Leben. Ein Ort der Begegnung, Belebung und des Beisammenseins. Kraus war überzeugt, dass auch Jugendliche "verantwortungsvoll" mit dem Platz umgehen werden.

"Ich wünsche mir, dass dieser Platz jahrelang Ihr Dorfleben ergänzen und prägen wird. Der Rahmen ist gesetzt, nun können Sie das Bild mit Leben füllen", sagte Garten- und Landschaftsarchitekt Friedhelm Natzschka aus dem für die Planung zuständigen Büro "Spang.Fischer.Natzschka". Er ging auf Details der Platzgestaltung ein. Die Erweiterung durch das angrenzende Grundstück und den ehemaligen Kirchgarten habe im dritten Bauabschnitt eine großzügige Wirkung für den Platz erbracht. Die Parkplätze seien neu angeordnet, der Bushalt sei an die Straße gerückt und die Ampel etwas nach Norden versetzt worden. Busse würde nun auf der Straße halten - ein Beitrag zur Verkehrsberuhigung auf der Hauptstraße. Der gepflasterte Platz lasse erweiterte Nutzungen zu, etwa bei der Kerwe. Die Johanneskirche, die nun endlich wieder "im Dorf" sei, erhalte einen würdigen Vorplatz. Natzschka konnte sich Kirchenfeste rund um die große Freitreppe vorstellen sowie Sektempfänge nach Trauungen und Taufen am neuen Wasserlauf. Dieser ist eine Reminiszenz an den verdolten Bach darunter. Auch mit dem "Bouleplatz" sowie mit dem Dorfbrunnen seien lang gehegte Wünsche wahr geworden.

Der Brunnen hat seinen Platz im "Neuen Garten". Abseits des Verkehrslärms sei ein Grünbereich entstanden, so Natzschka, in dem Stauden blühen werden. Ein Blätterdach sorgt für Schatten, sieben Bänke laden zum Verweilen ein - vier Senioren machten davon gestern schon eindrucksvoll Gebrauch. Die Ortsmitte sei "super gelungen": "Sie können stolz darauf sein." Natzschka dankte besonders Stadtbaumeisterin Astrid Fath für ihren "unermüdlichen Einsatz" und Christian Dickmeyer von der Firma Wetzel Garten- und Landschaftsbau für seine umsichtige, kompetente Baustellenleitung.

Von einem "Meilenstein" für die Entwicklung Altenbachs sprach Bürgermeister Hansjörg Höfer. Ausgangspunkt für die neue Ortsmitte sei der Bevölkerungsrückgang vergangener Jahrzehnte gewesen: "Die Frage war, was zu tun ist, um Altenbach attraktiv zu machen." Über den Schulhof habe man zuerst diskutiert und Kompromisse gefunden. Zudem habe man sich für die neue Ortsmitte erfolgreich um Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) bemüht. Die alles in allem 2,5 Millionen Investitionssumme hätte die Stadt ohne die Landesgelder nicht aufbringen können, so Höfer. Nun sei das Werk gelungen: "Als ich die Senioren vorhin dort drüben auf der Bank gesehen habe, da wusste ich: Wir haben hier alles richtig gemacht." Nachdem der Bürgermeister gesprochen hatte und das rote Band feierlich durchschnitten worden war, beschlossen die Schulkinder unter der Leitung von Martin Wörner den offiziellen Teil mit ihrem Lied "Freunde wie wir". Anschließend wurde es Zeit für das "Anboulen" auf dem neuen Ortsmittelpunkt - und für einen Umtrunk, um auf dessen Zukunft anzustoßen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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