12.05.2015

Schriesheim: Beim "Schulaktionstag" wurden auch dumme Sprüche weggeputzt

Rund um die Realschule sowie die Grund- und Werkrealschule im Bildungszentrum wurden an den Schulen geputzt und renoviert.

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. "Wir wollen Geschlossenheit zeigen", sagt Christiane Haase. Die Gesamtelternbeiratsvorsitzende meint den gemeinsam geplanten "Schulaktionstag". Ganz so geschlossen stehen nun doch nicht alle Eltern dahinter; das Gymnasium hat sich ausgeklinkt. Haase erklärt, dass viele Gymnasial-Eltern nach den Sommerferien eine eigene Aktion planen. So bleiben an diesem regnerischen Samstagmorgen immerhin noch Grund- und Werkreal- sowie Realschule, wo Eltern, Schüler und Lehrer im Hof oder in den Gebäuden arbeiten.

Haases Stellvertreter, Patrick Schmidt-Kühnle, steht auf einem sachte schwankenden Gerüst und streicht die Holzlatte hinter dem Basketballkorb, sozusagen zu seinen Füßen arbeitet eine Gruppe daran, die Balancierstangen des Kletterwalds zu säubern und mit frischer Imprägnierlasur zu versiegeln.

Unter Anleitung einer Lehrerin nehmen sich ein paar Kinder derweil die Spielsachen aus dem Container vor, sortieren und putzen. "Wie viele wir heute genau sind, weiß ich gar nicht so genau", sagt Haase, schätzt aber, dass zwischen zehn und 20 Freiwillige im Einsatz sind. Gearbeitet wird nämlich auch auf dem Grundstück im Feld, das auf den Einsatz als Schulgarten vorbereitet wird.

Im Foyer beseitigt Rektorin Beate Hirth-Pferdekämper derweil Schmierereien. Sie berichtet, dass kürzlich unbekannte Täter über ein Fenster im Erdgeschoss einstiegen und Wände in den Klassenzimmern und Gängen mit Schimpfworten und Sprüchen bekritzelten. "Unsere Hausmeister haben auch schon einiges weggeputzt", berichtet die Schulleiterin, die den Spuren mit einem Schmutzradierer zu Leibe rückt.

Auch im Hof gibt es Schmierereien; mal mit der Sprühdose, mal mit "Edding"-Filzstiften rücken immer wieder Unbekannte den Metallverkleidungen der Schule zu Leibe. Eine der Platten ist verbogen und macht den Eindruck, als ob sie bald abfallen würde. "Vandalismus gab es schon immer", sagt Hirth-Pferdekämper. Sie glaubt nicht, dass die "Vandalen" unbedingt Schüler von hier sein müssen: "Ich habe hier nachmittags oder an Brückentagen auch schon Jugendliche gesehen, die ich gar nicht kannte; die müssen von außerhalb kommen."

Im Hof der Realschule wird auch gearbeitet. 15 Helfer schneiden Hecken zurück, jäten Unkraut und befreien die Lavendelsträucher von dem Bewuchs, der sie zu ersticken drohte. Auch dem Brombeergestrüpp am Schul-Weiher der Grund- und Werkrealschule gehe es an den Kragen, sagt Schmidt-Kühnle: "Wir müssen das erhalten, was wir im letzten Jahr erreicht haben, dann haben wir wieder ein schönes Klassenzimmer im Freien." Am Ende des Einsatzes steht noch ein gemeinsames Essen auf dem Programm: Dann treffen sich alle Helfer und teilen den mitgebrachten Kuchen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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