26.05.2015

Schriesheim: Zimmerbrand im "Haus Stammberg" fordert zwei Verletzte

Eingreifen der Pflegekräfte verhindert Schlimmeres - Bewohner ins Krankenhaus eingeliefert - Fünf Feuerwehreinsätze am Wochenende

Die Feuerwehr musste mit 18 Kräften und vier Fahrzeugen zum "Haus Stammberg" ausrücken. Hier war das Zimmer eines Bewohners in Brand geraten. Foto: Feuerwehr Schriesheim

Schriesheim. (RNZ) Fünf Einsätze absolviert, zwei Leichtverletzte versorgt: Polizei, Rettungsdienst und vor allem die Feuerwehr hatten über Pfingsten gut zu tun.

Den aufwendigsten Einsatz hatten die größtenteils ehrenamtlichen Kräfte am späten Sonntagnachmittag um 17.14 Uhr im "Haus Stammberg". In der Pflegeeinrichtung brannte das Zimmer eines Bewohners, das Personal hatte den Brand bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr bekämpft. Feuerwehrkräfte betreuten den Mann, bis der Rettungsdienst eintraf. Kontrolle und Nachlöscharbeiten erfolgten unter Atemschutz. Parallel dazu blies ein Lüfter den Qualm aus dem Gebäude.

Der Bewohner kam in ein Krankenhaus. Insgesamt zwei Personen hatten leichte Verletzungen erlitten. Die Feuerwehr war mit 18 Kräften und vier Fahrzeugen im Einsatz, der Rettungsdienst kam mit acht Mitarbeitern an den Ort des Geschehens, die Polizei mit zwei Beamten. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Am Samstagabend musste die Feuerwehr-Einsatzabteilung in knapp zwei Stunden vier Mal ausrücken. Zunächst ging es um 20.25 Uhr in den Talstraßenbereich. Hier war von einem Schornsteinbrand die Rede. Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass der Qualm vom Kamin eines Anwesens in der Schmalen Seite stammte. Dessen "Anfeuern" hatte zur Rauchentwicklung geführt. Noch während der Einsatz in der Schmalen Seite lief, wurde um 20.34 Uhr ein Balkonbrand in der Zentgrafenstraße gemeldet. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich die Nachbarn bereits Zutritt zur betroffenen Wohnung verschafft und begonnen, den Brand zu löschen. Über eine Steckleiter stieg ein mit Atemschutzgeräten ausgerüsteter Trupp auf den Balkon und erledigte Nachlöscharbeiten. Lobend erwähnt der Einsatzbericht das Eingreifen der Nachbarn, das größeren Schaden verhinderte. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Kurz nachdem sie wieder eingerückt waren, mussten die Ehrenamtlichen um 21.19 Uhr abermals in die Zentgrafenstraße ausrücken, um "auf Bitten der Polizei die defekte Wohnungstür zu sichern", heißt es im Bericht. Ein vermeintlicher Zimmerbrand sorgte dann für den nächsten Einsatz, um 21.34 Uhr im Blütenweg. Dort schlügen Flammen aus einem Fenster, so die Meldung von Anrufern. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Bewohner des betroffenen Hauses an der Feuerstelle seines Gartens Holz verbrannte. Die Wehrkräfte wiesen ihn an, dies nach Einbruch der Dämmerung bleiben zu lassen. Insgesamt war die Feuerwehr am Samstagabend mit 21 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz, die Polizei mit zwei Beamten.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung