23.06.2015

Schriesheim: Seit Mittwoch wird in der Heidelberger Straße gebaut

Die Straße ist an der Talstraße für Autos gesperrt - Der Wochenmarkt wird vor das neue Rathaus verlegt

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Erhard Schlemmer ist auch wieder da. Der Polier der Schifferstädter Firma Heberger war schon dabei, als die Kanalisation in der Talstraße ausgetauscht wurde. Eine schwierige Baustelle seinerzeit, aber: "Das war schön, denn es hat gut geklappt." Das hofft Schlemmer auch jetzt für die Kanal-, Wasserleitungs- und Pflastererneuerung in der Heidelberger Straße. Gestern beginnt die insgesamt 500 000 Euro teure Baumaßnahme.

Diese wird viele in der Stadt bis mindestens November beschäftigen: die Geschäftsleute und Anwohner, die Wirte, die Kunden und Gäste, die Autofahrer, die Verwaltung und eben die Bauarbeiter von Heberger. Neben Schlemmer werden jeden Tag zunächst vier Mann in der Heidelberger Straße schaffen. Diese wird gestern morgen gegen 8 Uhr an der Talstraße gesperrt. Zwar weisen Schilder hier frühzeitig auf die Umleitung hin. Trotzdem lassen es einige PKW- und Lastwagenfahrer darauf ankommen und müssen sich erst von den blau-weiß-roten Absperrungen überzeugen: "Das braucht eben eine Phase der Eingewöhnung", sagt Stadtbaumeisterin Astrid Fath.

Sie macht kein Hehl daraus, dass es "für alle" Einschränkungen geben werde durch die Baustelle: "Aber wir werden das Beste daraus machen. Wir müssen zusammenhalten und kommunizieren". Christian Reinhard vom "Divino" habe sie zum Beispiel gleich morgens angerufen, als die Bauarbeiter für Fußgänger beim Absperren keinen Korridor freigelassen hatten: "So geht’s! Denn wir sind auf die Mithilfe der Anwohner und Ladenbesitzer angewiesen. Nach diesem Anruf konnten wir das gleich korrigieren." Seitdem kommt man zu Fuß oder mit dem Fahrrad an den beiden Baggern von Heberger vorbei. Problemlos klappt auch die Zufahrt in die Schulgasse, da in der Heidelberger Straße die Einbahnstraßenregelung von der Kirchstraße her aufgehoben wurde.

Während gestern früh ein Lieferant mit seinem Laster vor der Bäckerei Höfer hält, erzählt Schlemmer, was als erstes ansteht. Zunächst mal müsse das Material herangeschafft werden, und danach werde es etwa eine Woche dauern, bis im ersten Bauabschnitt eine Notversorgung für die Wasserleitung aufgebaut sei. Erst dann könne man die Leitungen selbst in Angriff nehmen. Dass es gestern regnet, findet Schlemmer halb so wild: "Ach, was! Das stört uns heute nicht. Wir können loslegen." Abends klafft schon ein Loch in der Straße, das mit einer Stahlplatte abgedeckt ist. "Alles wird sich einspielen", ist sich Fath sicher. Die Hinweisschilder, dass die Geschäfte erreichbar sind, hat die Verwaltung schon aufgehängt. Die Stadtbaumeisterin sagt, dass nach dem Tiefbau eine Teerdecke im Baustellenbereich aufgebracht werde: "Die wird dann erst wieder entfernt, wenn das neue Pflaster eingebaut wird." Fath informiert auch darüber, dass das Schachtbauwerk im Boden an der Ecke mit der Oberstadt wohl erhalten bleiben kann: "Trotzdem müssen wir auch hier die Straße aufgraben, aber die Beeinträchtigungen werden nicht so groß sein."

Auch nicht durch die zweite Baustelle: Ab September sollen vor der evangelischen Kirche die Parkplätze neu angeordnet werden. In dieser Zeit bleibe die Kirchstraße geöffnet, betont Fath. Der Wochenmarkt wird für die komplette Dauer der Arbeiten in der Heidelberger Straße dennoch verlegt. Ab Samstag, 27. Juni sind die Marktstände beim Bachschlössl vor dem neuen Rathaus zu finden.

Kein Durchkommen mehr für Autos von der Talstraße in die Heidelberger Straße: Die Baufirma Heberger hat die Kanal-, Wasserleitungs- und Pflastersanierung in Angriff genommen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung