02.07.2015

Schriesheim: Die ersten neuen Kanalrohre sind verlegt

In der Heidelberger Straße gibt's Flüssigboden statt Rüttelplatten: Dadurch wird die Bausubstanz der Häuser geschont und Lärmbelästigung vermieden - "Im Moment läuft es planmäßig", so Stadtbaumeisterin Astrid Fath

Schriesheim. (cab) Auf sechs Metern Länge zwischen Talstraße und Schulgasse hat die Baufirma Heberger in der Heidelberger Straße schon neue Kanalrohre verlegt, die zehn Zentimeter breiter sind als die alten. Auf Schriesheims derzeit bekanntester Baustelle geht es also voran: "Im Moment läuft es planmäßig", so Stadtbaumeisterin Astrid Fath am gestrigen Mittwoch.

Sie gestand, dass es bislang einfach gewesen sei: "Hier gab es nur einen Hausanschluss. Wenn wir über die Kreuzung der Schulgasse hinaus sind, werden es mehr Leitungen." Ende nächster Woche soll Heberger den Bereich bis zur Kirchstraße in Angriff nehmen. Am Dienstag wurde zudem erstmals Flüssigboden eingesetzt. Dieser verdichtet sich selbst um das neue Rohr. Bisher brauchte man im Tiefbau Rüttelplatten, um das Erdreich zu pressen. Diese machten Krach und sorgten für Erschütterungen. Durch die neue Methode werde die Bausubstanz der Häuser geschont: "Außerdem vermeiden wir die Lärmbelästigung", so Fath. Für Irritationen sorgt am Kaffeehaus das Sackgassenschild. Dieses erweckt den Anschein, als gehe es an der Baustelle nicht weiter - weil ein Hinweis fehlt, dass die Schulgasse offen ist. Fath kennt das Problem: "Mal schauen, was wir da machen können. Das Sackgassenschild muss aber bleiben. Wir müssen der verkehrsrechtlichen Anordnung Folge leisten." Fath hoffte, dass bis Freitag größere Schilder fertig sind, die auf die Erreichbarkeit der Geschäfte hinweisen sollen: "Eventuell hängen wir auch noch ein Banner über die Talstraße."

Der auf der Baustelle in der Heidelberger Straße verwendete Flüssigboden verdichtet sich an den neuen Kanalrohren selbst. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung