13.08.2015

Schriesheim: Letzte Talstraßen-Hänge werden gesichert

Stadt gibt noch einmal 100 000 Euro aus - Schützenswerte Biotope

Schriesheim. (cab) "Das alles hat uns ein kleines Vermögen gekostet", sagt Astrid Fath: "Aber es war nötig." Die Stadtbaumeisterin spricht von der Hangsicherung in der Talstraße. Seit über zwei Jahren werden die Böschungen gegen Steinschlag und Rutschungen geschützt - von der Seitzmühle über den Bereich bei Kling-Malz und auf Höhe der Strahlenberger Straße bis hinunter zum Bergwerk, wo vergangenes Jahr der Einsatz eines Hubschraubers zum Transport von Material für besonderes Aufsehen sorgte. Inzwischen läuft der letzte Abschnitt des aufwändigen Sicherungsprojekts, und zwar an den steilen Böschungen hinter den Talstraßen-Anwesen mit den Hausnummern 201 bis 209.

"Es hat relativ lange gedauert, bis wir hier anfangen konnten", sagt Fath. Etwa ein Dreivierteljahr lang bedurfte es der Absprachen hinsichtlich des Arten- und Naturschutzes: "Wir haben hier nämlich einige wertvolle und schützenswerte Biotope", so Fath: "Diesbezüglich hat Schriesheim auch in diesem Bereich viel zu bieten."

Nach dem Abstimmungsprozess mit den Behörden wurden unlängst die Freigaben für die Sicherungsarbeiten erteilt. Teile der Böschungen können nun abgeräumt werden. An anderen Stellen werden Fangschutzzäune mit Ankern im Gestein befestigt. Manche Felsen werden durch Stahlstreben zudem einzeln am Hang fixiert. Auch Fangnetze werden die Spezialisten der Firma HTB montieren.

Diese letzten Maßnahmen haben ein Volumen von rund 100 000 Euro, was die Gesamtkosten für die Hangsanierungen an der Talstraße auf etwa 600 000 Euro hochschraubt. Fath rechnete damit, dass alles in spätestens fünf Wochen abgeschlossen sein wird.

Zu einer Verkehrsbehinderung in der Talstraße durch die Hangsicherung werde es laut der Stadtbaumeisterin zu keinem Zeitpunkt kommen. Zudem hob sie die Kooperationsbereitschaft der Anwohner hervor, hinter deren Gärten die Böschungen aufragen. Die Zusammenarbeit mit ihnen habe "sehr gut geklappt". Zudem seien die Bürger auch gegenüber den Arbeitern von HTB immer hilfsbereit gewesen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung