13.08.2015

Schriesheimer Geschäftsfrauen fordern: Umleitung aufheben

Die Verkehrsregelung wegen der Baustelle in der Heidelberger Straße funktioniere nicht, "und es fallen mindestens 15 Parkplätze weg"

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Vor der Tür von Edelmanns Blumenkammer steht ein großer, knallgrüner Frosch aus Metall, ein schwarzes Fernglas vor den Augen. Als hielte er nach Kunden Ausschau. Nun ist Ferienzeit, und da ist es im kreativen Geschäft von Marie-Luise Edelmann sowieso immer etwas ruhiger. Danach sollte das Geschäft wieder anziehen.

Edelmann hat da aber so ihre Bedenken, mit denen sie nicht alleine steht. Auch Eva Egler aus dem Bestellshop nebenan sowie Elke Bruns vom Nagelstudio "Naildesign" machen sich Sorgen. Gemeinsam bekommen sie die Folgen der Umleitung zu spüren, die wegen der Baustelle in der Heidelberger Straße eingerichtet wurde. Die neue Verkehrsführung wird offenbar zum immer größeren Ärgernis. Jetzt auch an der Gaulsbrücke.

Stadteinwärts muss der Verkehr hier in die Weinheimer Straße abbiegen, weil die Talstraße zur Einbahnstraße in Richtung Odenwald erklärt wurde. Um dem Verkehr mehr Platz einzuräumen, wurde auf der rechten Seite in der Weinheimer Straße das Parken mit entsprechender Beschilderung verboten: "Dadurch fallen mindestens 15 Parkplätze weg - mehr als im Strahlenberger Schulhof. Und das bekommen wir schon zu spüren", sagt Edelmann. Egler ergänzt: "Meine Kunden können ja schlecht auf dem Festplatz parken, um ihre Pakete bei mir abzugeben". Ihr Geschäft ist nämlich auch Post und DHL-Paketshop.

Und durch die neue Verkehrsführung bekommt sie auch bei der Anlieferung der Päckchen Schwierigkeiten. Bruns hat das Problem, dass ihre Kunden zu den verabredeten Terminen meist etwas zu spät kommen: "Und das verteilt sich dann über den ganzen Tag." Für die drei Geschäftsfrauen steht fest, dass es bei dieser Umleitung bis November nicht bleiben kann: "Nein, das geht gar nicht", sagt Edelmann. Sie, Egler und Bruns schlagen vor, die Verkehrsregelung, die momentan bis zur B 3 Probleme bereitet, einfach wieder aufzuheben. Die Stadt habe es mit der Umleitung probiert, müsse aber einsehen, dass es so nicht klappt.

Die Talstraße müsse wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Steuern könne man das Ganze doch mit Ampeln, so wie es auch bei anderen Baustellen gehandhabt werde. Zumal Egler beobachtet hat: "Momentan kommt an der Ampel bei der Heidelberger Straße oft gar keiner rausgefahren." Außerdem hat sie beobachtet, dass beim Rechtsabbiegen aus der Tal- in die Weinheimer Straße selten jemand darauf achtet, dass sich unmittelbar hinter der Kurve ein Zebrastreifen befindet: "Da passiert noch was, wenn das so weitergeht."

Für Edelmann ist die augenblickliche Situation auch Anlass für eine grundsätzliche Bemerkung: "Es ist schon so, dass wir hier an der Peripherie etwas abgehängt werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass es hier 17 Geschäfte gibt. Wir sind auch ein Teil der Innenstadt und gehören ebenso dazu." Auch Egler stört sich daran, dass immer nur über die Heidelberger Straße und die Belastungen der Geschäftsleute dort gesprochen wird: "Uns hier hat man zum Beispiel vorher überhaupt nicht darüber informiert, dass die Verkehrsführung geändert wird."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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