04.09.2015

Schriesheim: Aufbau fürs Straßenfest läuft

Während Buden und Fahrgeschäfte stehen, wird in der Heidelberger Straße noch die Baustelle abgedeckt

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Am Dienstagnachmittag rollten die ersten Lastfahrzeuge der Schausteller an. Kurz darauf begann auf dem Festplatz der Aufbau von Buden und Fahrgeschäften zum Straßenfest, das am Wochenende über die Bühne geht.

Gestern Vormittag lassen es die beteiligten Schriesheimer Vereine und Institutionen hingegen noch recht entspannt angehen. "Wir machen den Weinwagen schon mal sauber", sagt Astrid Spies im Laden der Winzergenossenschaft (WG).

Die Hauptaufbauarbeit finde freitags statt. "Das ist ja alles eingespielt, und es gibt kein neues Konzept. Sicher, in diesem Jahr ist es etwas anders wegen der Bauarbeiten in der Heidelberger Straße. Da müssen die Stände vielleicht ein bisschen hin- und hergerückt werden, bis es passt", so Spies. Zuvor habe man immer genau gewusst, welchen Platz man für seinen Stand zur Verfügung habe. Aber Spies ist optimistisch: "Bislang hat immer alles geklappt, und wir sind guter Dinge."

Im Schulhof weisen Verkehrsschilder darauf hin, dass das Parken von Freitag, 13 Uhr an untersagt ist. Ein Getränkewagen von der Firma Ost aus Hirschberg und ein Lieferwagen der Metzgerei von Karl Forschner sind bereits vorgefahren. Neben dem Weinstand der Winzergenossenschaft parkt ein dritter Kleinlaster der WG.

In der Heidelberger Straße sind Arbeiter dabei, die Baustelle abzudecken und eine dünne Teerschicht aufzutragen. Spies begrüßt das sehr: "Wir hatten erst Angst, dass da vielleicht noch Gräben sein können und waren besorgt um die Sicherheit unserer Gäste. Aber jetzt ist alles zu." In der Oberstadt künden lediglich neun Bühnenteile, die an einer Hauswand lehnen, davon, dass hier am Wochenende der Verkehrsverein zu ihrem "Jazzpoint" lädt.

Deutlich mehr Gewusel gibt’s rund um das evangelische Gemeindehaus: Vor der Kirche steht bereits das kleine Festzelt, gegenüber räumen Helfer den Bücherstand mit rund 15 000 Büchern ein, die nach Gewicht verkauft werden. Eine schöne alte Postwaage steht parat, um dicke und dünnere Bücher zu wiegen. Zehn Helfer sortieren alle Titel und überprüfen die gespendeten Spiele und Puzzles auf Vollständigkeit.

Das Gemeindehaus hat sich in ein riesiges Warenlager verwandelt. Heerscharen von Freiwilligen, darunter viele Jugendliche, packen die Flohmarktspenden aus und ordnen die Dinge von "Autozubehör" bis "Zierrat", also Nippes, verschiedensten Kategorien zu. "Ja, es hat sich gefüllt", sagt Petra Röger mit Blick auf den Bestand.

Gemeinsam mit Petra Lux koordiniert Röger die Arbeiten. An den Tischen nehmen später diejenigen Helfer Platz, die für die Preisgestaltung zuständig sind. Eine Woche lang arbeitet die Kirchengemeinde am Aufbau; im Anschluss an das Straßenfest werden alle Sachen wieder durchsortiert und weggeräumt.

Der Verkaufserlös ist wieder für den guten Zweck bestimmt: für zwei Projekte in Argentinien und Bolivien, mit deren Hilfe Kinder ohne soziales Netz unterstützt werden.

Die Stimmung in der Stadt: Geschäftig bereits die einen, die anderen abwartend, bis die Arbeiter die Baustelle in der Heidelberger Straße provisorisch abgedeckt haben: "Damit gefeiert werden kann", sagt Astrid Spies.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung