26.01.2016

Schriesheim: Edinger-Chöre luden zum Matinee ein

Das Motto für die Auftritte der Edinger-Chöre in diesem Jahr: "Hand in hand across the land"

Von Stefan Zeeh

Schriesheim/Ladenburg. "The answer is blowin’ in the wind", sangen die Edinger-Chöre zum Start ins Neue Jahr bei ihrer jetzt schon traditionellen Scheuer-Matinee auf dem Scheuerboden des Obsthofs Jäck. Für Chorleiter Dietrich Edinger war die Frage, wo es in diesem Jahr mit seinen beiden Chören hingeht, aber längst beantwortet. "Hand in hand across the land", gab der Chorleiter das Motto für die Auftritte seiner Chöre, des Konzertchors Lobdengau und des Vokalensembles, in diesem Jahr bekannt.

Dabei wird es, wie auch in den vergangenen Jahren, in der Weihnachtszeit je ein Konzert in Schwetzingen und in Ladenburg geben. "Das Motto lässt aber auch Raum für ein drittes Konzert", kündigte Edinger schon einmal an.

Dass die Edinger-Chöre ihr Publikum mitreißen, zeigte sich wieder bei ihrem Auftritt auf dem Scheuerboden. Vom Folksong Bob Dylans ging es über zum mehrstimmigen Gospel "Let my light shine bright", das nicht nur die Sänger so richtig in Bewegung brachte. Ohne Zugabe durften sie aber nicht enteilen. "Si ma ma kaa" stimmten die beiden Chöre an, und die Zuhörer sangen unter der Leitung von Edinger den Refrain des afrikanischen Lieds mit.

Doch nicht nur Musikalisches wurde an diesem Sonntagmittag geboten. Als "Überraschungsgast" präsentierte sich der Vorsitzende des Konzertchors Lobdengau, Hans Kuhn, mit einer Parodie auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Begleitet von zwei, stilecht mit dunklen Sonnenbrillen ausgestatteten Leibwächtern, hob Kuhn in dem für Kretschmann typischen, bedächtigen schwäbischen Akzent zu einer langen Danksagung an. Da wurde der Familie Jäck gedankt, die den Scheuerboden für den Jahresauftakt der Edinger-Chöre zur Verfügung stellt, oder Birgit Edinger, die ihren Mann den Chören für die Übungsstunden überlässt. "Ob das wohl ein Opfer oder eine Wohltat ist", sinnierte Hans Kuhn alias Winfried Kretschmann angesichts der Stunden die Birgit Edinger so ohne ihren Mann verbringen muss.

Dem Motto der Edinger-Chöre für dieses Jahr verlieh Hans Kuhn seine schwäbische Übersetzung mit "Haltet im Ländle zusammen". "Ein gutes Motto für die anstehenden Integrationsaufgaben", befand Kuhn und war sich sicher, dass die Kurpfälzer das schaffen werden. Sein Publikum hatte er auf jeden Fall mit seiner Parodie auf den Landesvater begeistert, und so waren schon Stimmen zu hören wie: "Der muss in die Bütt".

Etwas zum Nachdenken gab Dietrich Edinger den Gästen noch mit auf den Weg zum Mittagessen. Nämlich eine etwas andere Schöpfungsgeschichte. In dieser bedeckte Gott die Welt mit Brokkoli und anderen leckeren Gemüsesorten. Doch der Teufel stellte die verführerischsten Süßspeisen dagegen: Waffeln mit Sahne oder Kirschen zum Eis.

Da riet Gott zum frischen Gartensalat, der Satan entwickelte jedoch das Sahnedressing und den Knoblauchtoast als Beilage. So kam es, dass Männlein und Weiblein die Gürtel um mindestens ein Loch weiter stellten. Hähnchenbrust mit Spätzle und Karottengemüse ließen sich die Gäste der Scheuer-Matinee trotz dieser Warnung dann aber doch nicht entgehen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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