03.02.2016

Im Schriesheimer Kurpfalz-Gymnasium darf die AfD aufs Podium

Die Schule hat alle Kandidaten aus dem hiesigen Wahlkreis eingeladen, "deren Parteien laut Umfragen am 13. März die Chance zum Einzug ins Parlament haben"

Schriesheim. (cab) Die hiesigen Landtagskandidaten sind auf Podiumstour - kürzlich in Weinheim an der Hans-Freudenberg-Schule, am vergangenen Wochenende in der Ehemaligen Synagoge in Hirschberg-Leutershausen (Foto: Dorn). Einige fehlten, darunter Matthias Hördt von der "Linken" und Michael Ott von der AfD. Denn man konzentrierte sich auf die Kandidaten der vier im Landtag vertretenen Parteien. Damit umschiffte man auch die bundesweit und medienübergreifend strittige Frage, ob die AfD außen vor bleiben sollte oder nicht.

Das Kurpfalz-Gymnasium (KGS) hat ein anderes Kriterium zugrunde gelegt. Die Schule hat alle Kandidaten aus dem hiesigen Wahlkreis eingeladen, "deren Parteien laut Umfragen am 13. März die Chance zum Einzug ins Parlament haben". Also sind Hördt und Ott dabei, wenn das KGS am Freitag, 19. Februar, eine Podiumsdiskussion zur Landtagswahl veranstaltet. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr in der KGS-Aula.

Das Gymnasium wolle für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 einen Beitrag zur politischen Willensbildung in einer Demokratie und zur Erziehung zum politisch mündigen Bürger leisten, heißt es von Seiten des KGS. Die Jugendlichen, einige davon Erstwähler, sollen politische Programme selbst bewerten und sich ihre eigene Meinung bilden können.

Ihre Teilnahme zugesagt haben neben Hördt und Ott auch (in unserem Bild von links) Georg Wacker (CDU), Andrea Reister (FDP), Gerhard Kleinböck (SPD) und Uli Sckerl (Grüne). Es soll vor allem um Integrationspolitik sowie Schul- und Bildungspolitik gehen. Auch Schülerfragen sind vorgesehen. Anna Schmitt und Luis Weidler aus dem J 1-Neigungskurs Gemeinschaftskunde werden moderieren.
Von links: Georg Wacker (CDU), Andrea Reister (FDP), Gerhard Kleinböck (SPD) und Uli Sckerl (Grüne). Archiv-Foto

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung