12.02.2016

Aufbau beim Schriesheimer Mathaisemarkt: Ein großes Puzzle aus Alu

Ilona Böhm und ihr Mann Christian bauen zum ersten Mal das Mathaisemarkt-Festzelt auf - In zwei Tagen soll alles fertig sein


Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. Die Hälfte des Festplatzes ist bereits mit rot-weißem Band abgesperrt; hier kann man nicht mehr parken, und zur Kanzelbachbrücke kommt man gerade auch nicht mehr so ohne weiteres, denn am Boden liegt ein Gewirr aus langen Alu-Stangen, das auf den ersten Blick ziemlich unübersichtlich wirkt.

Seit kurzem sind die Blumenkübel, Plakatständer, Schranken und Absperrketten vom westlichen Ende des Festplatzes verschwunden, und seit gestern herrscht hier routinierte Betriebsamkeit; Baustellenfahrzeuge schleppen Planen und ziehen Metallstangen, Männer in neongelben Westen rufen sich lautstark Kommandos in den unterschiedlichsten Sprachen zu.

Christian Böhm von der in Darmstadt gegründeten Firma Hamel-Zelt steht am Rand des Platzes und hat das alles voll im Griff. Der Ehemann von Schriesheims neuer Festzeltwirtin Ilona Böhm erklärt den Aufbau des Mathaisemarkt-Festzelts: "Alle fünf Meter kommt ein Binder aus Alu", sagt er über die dreieckigen Stangen auf dem Rahmen, der bereits in den Zeltmaßen 30 mal 60 Meter ausgelegt ist. Ein großes 3-D-Puzzle.

Zum ersten Mal baut Böhm in Schriesheim ein Festzelt auf; zwar hatte sich auch Ilona Böhm seinerzeit um die die Nachfolge des langjährigen Festzeltwirts "Göckelesmaier" beworben, unterlag aber in der Ausschreibung. Nach einem dreijährigen Intermezzo mit Hans-Peter Küffner kommt sie nun doch zum Zug, und das Handwerkerteam nimmt die etwas kniffligen Umstände des Aufbaus am Kanzelbach mit Gelassenheit. "Eng ist es hier schon", sagt Böhm, "aber das kriegen wir hin." Viel Zeit soll das Aufstellen nicht in Anspruch nehmen, Böhm und seine zwölf Mann, die zum Teil schon 20 Jahre als Zeltbauer arbeiten, haben dafür zwei Tage einkalkuliert.

Fünf Meter von der Länge werden als überdachter Außenbereich für Raucher genutzt; drinnen soll weißer Nessel mit gelben Bändern den "Himmel" überspannen. Gleich hinter dem südöstlichen Eingang ist der offene Küchenbereich geplant, wo Hähnchen, Haxen, Curry- und Bratwürste zubereitet werden, außerdem Krustenbraten, Salate und Knödel. Daran schließt sich ein Thekenbereich an, den es auch an der gegenüberliegenden Seite geben soll. "Dann ist der Weg nicht so weit, weder für die Gäste noch für das Personal", sagt Böhm.

Die Bühne hat ihren Platz wie immer am westlichen Ende, und neben den normalen Sitzreihen sollen abgeteilte "Separees" etwas mehr Privatsphäre bieten, passen doch immerhin 1600 Personen ins Zelt hinein. Für alle, die bei der "Pressevorstellung" der neuen Weinhoheiten dabei sind, gibt es auch schon eine erste Kostprobe der Böhm’schen Gastronomie. Doch was am 26. Februar im Zehntkeller serviert wird, ist einstweilen ein ebenso gehütetes Geheimnis wie die Namen der Weinhoheiten selbst.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung