14.02.2016

Noch mehr Polizei beim Mathaisemarkt

Bürgermeister Höfer sieht eine andere Sicherheitslage seit Ereignissen von Köln - Frauen müssen Feste alleine besuchen können

Schriesheim. (cab) Die Polizeipräsenz wird an den Mathaisemarkt-Wochenenden in diesem März stärker sein als in den Vorjahren. "Durch die Ereignisse in Köln gibt es eine andere Sicherheitslage", so Bürgermeister Hansjörg Höfer. In der Silvesternacht war es in der Domstadt, aber auch in Stuttgart und Hamburg zu teils massiven sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Höfer betonte, dass es derartige Taten beim Mathaisemarkt bislang noch nie gegeben habe. Gleichwohl reagiert die Polizei dieses Mal mit einer Aufstockung ihres Personals: "Das wollen wir seit Jahren", sagte Höfer. Erhöhte Präsenz führe dazu, dass gar nicht erst etwas passiert, so der Verwaltungschef. Diese Erfahrung hätten die Sicherheitskräfte jüngst auch bei den Fastnachtsumzügen gemacht.

Höfer unterstrich, dass am Sicherheitskonzept des Mathaisemarkts kontinuierlich weitergearbeitet werde: "Wir haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan." So habe man etwa auf die Probleme am Schriesheimer Bahnhof und in den Zügen der RNV-Linie 5 reagiert: "Wir haben die Security der RNV mit an den Tisch geholt. Sie zeigt sich am Bahnhof und an den Haltestellen sowie in den Zügen." Das habe sich ausgezahlt.

Höfer betonte abschließend, es sei sein Anspruch, dass es jeder Frau möglich sein müsse, alleine auf jedes Schriesheimer Fest zu gehen und sich dabei sicher zu fühlen. Das gelte auch für den Heimweg.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung