01.03.2016

Schriesheimer Zehntkeller: Ein letztes Viertel Wein im alten Ambiente Der große Schriesheimer Zehntkeller wird nach dem M

Schriesheim. (cab) Am Dienstag kommender Woche werden wieder Behördenvertreter aus der ganzen Region auf dem Mathaisemarkt zu Gast sein. Auf ihrem Rundgang ist der Schriesheimer Zehntkeller immer die erste Anlaufstation. Quasi auf ein letztes Viertele werden sie hier im alten Ambiente bei "Weck, Worscht und Woi" zusammensitzen. Denn nach dem Mathaisemarkt wird der Zehntkeller mal wieder zur Baustelle. Nach Eingang, Foyer und Probierkeller ist jetzt das große Gewölbe selbst dran.

Damit hier auch in Zukunft möglichst viele Gäste feiern können, muss ein zweiter Fluchtweg gebaut werden. Sicherheitsbestimmungen machen es nötig. Und da für den neuen Notausgang die alte Theke, das Kühlhaus und die Empore weichen müssen, hat sich der Schriesheimer Gemeinderat dazu durchgerungen, gleich den ganzen Keller sanieren und neu gestalten zu lassen.

Schon bei der Neugestaltung des Entrees, das pünktlich zum Stadtjubiläum vor zwei Jahren fertig wurde, machten Bauverwaltung und Stadträte aus der Not eine Tugend. Damals war das Flachdach über dem Eingang und der Wagenhalle der Winzergenossenschaft statisch so marode, dass die Stadt als Eigentümerin zum Handeln gezwungen war. Also nutzte man die Gelegenheit und gestaltete hier für insgesamt weit über 500 000 Euro alles moderner, freundlicher und einladender. Allerdings gab es schon damals Diskussionen darüber, warum man den großen Keller nicht gleich mit saniert, wenn man schon mal dabei ist. Die Kosten sprachen dagegen. Doch jetzt geht es nicht mehr anders.

Bürgermeister Hansjörg Höfer argumentierte, dass der Bau des zweiten Fluchtwegs eine Verlegung der Theke nach sich ziehe. Daher müssten auch Heizung, Elektrik, Wasser und Abwasser gemacht werden, die ohnehin in die Jahre gekommen sind. Überhaupt, so Höfer, habe sich in den vergangenen 30 Jahren im großen Zehntkeller nichts getan. Und damit wäre man dann bei einer Sanierung größeren Umfangs. Über 700 000 Euro sind dafür eingeplant. Danach darf man aber wieder bis zu 350 Personen im großen Keller Einlass gewähren. Dessen Optik dürfte sich grundlegend verändern. Die Pläne stammen von Architekt Manfred M. Fischer (Heidelberg). Nach seinen Entwürfen wurde schon der Eingangsbereich umgestaltet. Beides soll am Ende auch innenarchitektonisch zusammen passen - vom Boden bis hin zum Licht. Der zweite Fluchtweg aus dem großen Keller soll über einen Heizraum der Strahlenberger Grundschule ins Freie führen. Die Theke soll auf die Seite des Haupteingangs verlegt werden. Eine feste Bühne wird es dagegen wohl nicht geben. Nicht erhalten werden die historischen Szenen der Arbeit im Weinberg, die einst der Künstler Franz Piwa an die Gewölbewände malte.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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