08.03.2016

Wenn das Wetter eben nicht passt: Erst 30.000 Besucher beim Mathaisemarkt

Besonders der gestrige Sonntag trübt die erste Bilanz - "Wir haben dieses Jahr einfach Pech"

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Am Samtagabend war das Festzelt von Ilona Böhm proppenvoll. Hier war ebenso Party angesagt, wie in der Straußwirtschaft Wehweck und in der Weinscheuer Majer. Im Zehntkeller wurde gemütlicher gefeiert. Mittags durfte sich der TV Schriesheim über rege Teilnahme an seinen Rennen des 22. Mathaisemarktlaufs freuen. Trotz des miesen Wetters, das die Bilanz der ersten Volksfesttage dennoch trübte. "Wir haben dieses Jahr einfach Pech", seufzte Bürgermeister Hansjörg Höfer. Er konnte sich auch nicht erinnern, wann es zuletzt beim Festzug geregnet hatte.

Feuerwehrkommandant Oliver Scherer hatte die Zahlen, die die Misere belegen. An den ersten drei Volksfesttagen kamen nur knapp 30 000 Gäste. Im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 70 000 Besucher gewesen. Besonders der gestrige Sonntag zog die Massen nicht an. Konnte der KSV vormittags mit der Boxmatinee seiner Mannschaft gegen den "Lüdenscheider Boxring" im warmen, trockenen Festzelt noch zufrieden sein, so säumten wesentlich weniger Zuschauer als sonst die Straßen, um sich am Nachmittag den Festzug anzuschauen.

Insgesamt zählte Scherer gestern rund 10 000 Besucher, "und das ist noch sehr großzügig. Das Wetter hat es uns verhagelt." Vergangenes Jahr waren allein sonntags rund 40 000 auf den Beinen. Der Samstag habe dieses Mal sehr spät angefangen, so der Kommandant. Er kam auf 13 000 Gäste - ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 7000. Rund 5000 Gäste zog es gleich am Eröffnungstag zum Krönungsabend ins Festzelt, in den Marktbereich und in die Straußwirtschaften, etwa 2000 weniger als 2015.

Entsprechend ruhig verlief der Auftakt auch für die Rettungs- und Sicherheitskräfte. Die Polizei, die verstärkt Präsenz zeigte, berichtete von zwei Schlägereien, einer hilflosen Person und zwei Rauschgiftdelikten. Die Bereitschaftsleiterin des Roten Kreuzes, Stefanie Zöllner, sprach von einem normalen, nicht außergewöhnlichen Auftakt.

Insgesamt hatte der Sanitätsdienst von Freitag bis Sonntag 20 Patienten zu versorgen. Sechs Mal musste der Rettungswagen ins Krankenhaus fahren. Dabei ging es um Verletzte nach den Prügeleien, um zwei Festgäste, die gestürzt waren, und um einen schwer betrunkenen Minderjährigen. Insgesamt sechs Personen hatten viel zu tief ins Glas geschaut: "Alles normal", so Zöllner. Scherers Kameraden hatten nicht nur mit Sicherungsdiensten gut zu tun. Auch ein Feuer hatten sie zu löschen. Auf dem Krammarkt brannte am frühen Sonntagmorgen ein Müllbehälter.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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