13.05.2016

Schriesheimer Branichstaffel: Der erste Abschnitt ist geschafft



Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Über 480 Stufen und 72 Höhenmeter verbinden die Branichstaffeln den Berg mit dem Tal: "Als Kinder waren für uns die ’Spreng-Treppen’, wie sie wegen der gegenüberliegenden Druckerei genannt wurden, eine Herausforderung: Die Stufen waren so hoch wie unsere Knie", erinnerte sich Isolde Nelles. Die Vorsitzende der Branich Interessengemeinschaft (IG) hob gemeinsam mit Bürgermeister Hansjörg Höfer, Stadtbaumeister Markus Foltin, Vertretern des Verkehrsvereins, Anwohnern und den ausführenden Firmen das Glas, um auf den ersten erfolgreichen Sanierungs- und Erneuerungsabschnitt der Staffeln anzustoßen.

"Eine tolle Planung"

Auf deren desolaten Zustand hatte bereits Nelles’ Vorgänger, Frieder Schoenel, noch unter Stadtbaumeister Volker Rehberger beim Ortstermin mit Horst Klahr hingewiesen: "Wir haben uns seit vielen Jahren dieses Projekt gewünscht", bestätigte Bürgermeister Höfer, der sich anfangs nicht ganz vorstellen konnte, wie diese Baustelle laufen würde. "Topografisch war das schwierig, wir hatten Kran und Raupe im Einsatz", schilderte Bauunternehmer Stefan Pfeifer. Ab 40 Meter Höhe habe man das gesamte Material mit Kleinmaschinen nach oben bringen müssen. Der Inhaber der Pfeifer Bau GmbH zollte Ingenieur Jürgen Petschenka Respekt: "Eine tolle Planung, das stimmte bis hin zur letzten Stufe."

"Es war eine gewisse Herausforderung. Das Ganze war gefährlich zu begehen. Wir haben hier Fels und beengte Verhältnisse, aber die Treppe gliedert sich wunderbar ein in die Landschaft und an das oben befindliche Biotop. Wir haben versucht, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen", sagte Petschenka. Alle hätten super mitgespielt, das Ergebnis könne sich sehen lassen.

Abwechslungsreich sei dieser Auftrag gewesen, meinte Metallbauer Daniel Marouzé, der das Geländer teilweise erneuerte und dabei Stück für Stück handvermessen verschweißen musste.

Unbedingt erneuerungsbedürftig

Insgesamt betrug die Bauzeit von November bis Mai fünf Monate, der Kostenrahmen von 260 000 Euro werde wohl "passen", wie Foltin anmerkte. Planer Petschenka erklärte, der zweite Abschnitt der Staffel sei "noch halbwegs sicher". Aber der Teil zwischen Blütenweg und dem Ende des Treppenwegs beim Schauinslandweg liegt Isolde Nelles am Herzen: "Der ist unbedingt erneuerungsbedürftig. Wir werden mit der Stadt in Verbindung bleiben, um die schwierigsten Abschnitte in der nächsten Zeit in Angriff zu nehmen." Aber zunächst griffen die IG-Vorsitzende und der Bürgermeister zur Schere, um das rote Band zu durchschneiden, das Foltin ums Geländer gewickelt hatte.
Bürgermeister Hansjörg Höfer und die Vorsitzende der Branich IG, Isolde Nelles (vorne), freuen sich mit Stadtbaumeister Markus Foltin (links dahinter) und den ausführenden Unternehmern über die gelungene Sanierung des Treppenwegs. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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