19.06.2016

Mit Luftdruckwaffe auf Autos, Linienbus und Jugendlichen geschossen

Wahrscheinlich kamen die Schüsse in Ladenburg, Heddesheim und Schriesheim aus einem fahrenden Auto - Verletzt wurde niemand

Ladenburg/Heddesheim/Schriesheim. (pol/rl) Zwischen Freitag 23.30 Uhr und Samstag, 7 Uhr, wurden in Ladenburg (Heidelberger Straße, Vespasianstraße, Bollstraße, Jahnstraße, Lichtenbergstraße, Carolus-Vocke-Ring) und in Heddesheim (Ladenburger Straße, Schaafeckstraße, Weidigstraße) an bislang insgesamt elf Autos Seitenscheiben oder Heckscheiben eingeschossen. Zudem wurde auch eine Hausfassade in der Ladenburger Straße beschossen. Die Polizei vermutet, dassn die Schüsse aus einer Luftdruckwaffe stammen. Der Sachschaden soll nach ersten Schätzungen bei mehr als 10.000 Euro liegen.

Möglicherweise dieselben Täter feuerten am Samstagmorgen auch auf einen 17-Jährigen. Der Jugendliche war gegen 2 Uhr auf dem Nachhauseweg in Richtung Ladenburger Ortsmitte. Als er sich in der Wallstadter Straße zwischen Lidl und ABB befand, wurde offenbar aus einem fahrenden Auto auf ihn geschossen. Er hörte ein klirrendes Geräusch und spürte, dass etwas seine Jacke gestreift hatte. Anschließend fuhr das Auto davon. Zum Glück wurde der Jugendliche nicht verletzt.

Kurz nach 2 Uhr wurde ein Bus der Linie 628 beschossen, der mit fünf Fahrgästen auf der K 4238 von Schriesheim in Richtung Ladenburg unterwegs war. Auf der Autobahnüberführung hörte der 57-jährige Busfahrer einen lauten Knall. Er hielt an der Haltestelle Rosenhof an und bemerkte eine gesprungene Seitenscheibe mit einem kleinen Loch. Der Bus wurde daraufhin sichergestellt. Alles in allem entstand ein Sachschaden von weit über 10.000 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Hinweise auf die Ereignisse in Ladenburg, Heddesheim und nahe Schriesheim machen können, werden gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung