20.06.2016

Viele Bürger besichtigten den Branichtunnel am Samstag zu Fuß

"Wandertag" im Branichtunnel - "Chance hat man nur einmal"

Schriesheim. (sk/cab) Am Samstagmittag nutzten viele Bürger aus der ganzen Umgebung die einmalige Gelegenheit, den Tunnel zu Fuß kennenzulernen und den besonderen Augenblick in Fotos und Filmen festzuhalten. Familien mit Kinderwagen und Hunden kamen, ganze Wandergruppen, Senioren, Fahrradfahrer, die ihre Räder rechtzeitig abstellten und den umständlichen Fußweg entlang der B 3 und des Autobahnzubringers zur Tunnelzufahrt geduldig in Kauf nahmen. Da hatten es die Ehrengäste am Morgen leichter.

In einem von der Polizei gesicherten Autocorso aus Oldtimern fuhren sie durch die Talstraße zum Ostportal des Branichtunnels. Verkehrsminister Winfried Hermann hatte im Mercedes-Bus, Baujahr 1954, neben Hansjörg Höfer Platz genommen. Der Bürgermeister hatte dafür gesorgt, dass hinter der Schmalen Seite ein Feuerwehr-LKW entgegen kommt - um dem Minister zu zeigen, wie es all die Jahrzehnte in der Talstraße zuging. Hermann schaute besorgt nach dem Außenspiegel des Nostalgiebusses. Auch die Schrammen in den Hauswänden entgingen ihm nicht.

Erst stoppte der Convoi am Betriebsgebäude des Ostportals, dann an einem der fünf Notausgänge. Diese sind gekennzeichnet durch grüne Türen mit Sicherheitsschleusen, die zu den Fluchtstollen führen. Dort angekommen, erläuterte Bauleiter Ralph Eckerle: "Die Leute fragen mich oft, wann sie denn in Sicherheit seien." Seine Antwort: "Hier! Im Fluchtstollen ist man im sicheren Bereich." Es war eine beruhigende Botschaft für die Ehrengäste, die als nächstes an einer der Pannenbuchten hielten.

Hier waren drei Infostände des Regierungspräsidiums zu den Themen "Geologie/Vortrieb", "Betrieb/Technik" und "Allgemeines" aufgebaut, an denen später auch die Besucher Fragen rund um den Tunnel stellen konnten. Wissenswertes boten auch Pläne und Infofilme, die auf Flachbildschirmen gezeigt wurden.

Schließlich wies Eckerle die Ehrengäste noch auf die Kameras und LED-Lampen an der Decke hin. Der Sicherheit dienen auch Messquerschnitte, in den Straßenbelag eingelassene "Schleifen", die auf den Verkehr reagieren. Bleibt dort ein Fahrzeug stehen, wird automatisch eine SMS an das Bereitschaftshandy der Straßenmeisterei gesendet. Gleiches passiert, wenn eine der Notrufkabinen geöffnet wird. "Alleine in die Sicherheitstechnik", sagte Peter Siepe, Leiter des Baureferats Nord beim Regierungspräsidium, "haben wir 15 Millionen Euro investiert."

Zahlen, die später auch die Bürger beeindruckten. Eine Anwohnerin aus dem Baugebiet "Nord" sagte, sie wolle einfach sehen, was aus dem Tunnel geworden ist. Den langen Fußweg nahm sie allerdings nur ungern in Kauf. Andere versuchten sogar die Abkürzung über die Böschungen, wurden aber vom Sicherheitspersonal aufgehalten, was auch zu Diskussionen führte.

Dagegen strahlten zwei Ehepaare aus Wilhelmsfeld: "Das ist ein historisches Ereignis. Die Chance, zu Fuß in den Tunnel zu kommen, hat man nie mehr." Froh waren sie, dass es künftig schneller geht von ihrem Wohnort nach Mannheim. Befragt nach ihren Eindrücken vom Branichtunnel, sagte eine Schriesheimerin: "Es ist sehr kühl da drinnen." Ihr Mann ergänzte: "Und die Wände sind sehr weiß." Es war ein Tag der vielfältigen Erkenntnisse.
Schriesheim. (sk/cab) Am Samstagmittag nutzten viele Bürger aus der ganzen Umgebung die einmalige Gelegenheit, den Tunnel zu Fuß kennenzulernen und den besonderen Augenblick in Fotos und Filmen festzuhalten. Familien mit Kinderwagen und Hunden kamen, ganze Wandergruppen, Senioren, Fahrradfahrer, die ihre Räder rechtzeitig abstellten und den umständlichen Fußweg entlang der B 3 und des Autobahnzubringers zur Tunnelzufahrt geduldig in Kauf nahmen. Da hatten es die Ehrengäste am Morgen leichter.

In einem von der Polizei gesicherten Autocorso aus Oldtimern fuhren sie durch die Talstraße zum Ostportal des Branichtunnels. Verkehrsminister Winfried Hermann hatte im Mercedes-Bus, Baujahr 1954, neben Hansjörg Höfer Platz genommen. Der Bürgermeister hatte dafür gesorgt, dass hinter der Schmalen Seite ein Feuerwehr-LKW entgegen kommt - um dem Minister zu zeigen, wie es all die Jahrzehnte in der Talstraße zuging. Hermann schaute besorgt nach dem Außenspiegel des Nostalgiebusses. Auch die Schrammen in den Hauswänden entgingen ihm nicht.

Erst stoppte der Convoi am Betriebsgebäude des Ostportals, dann an einem der fünf Notausgänge. Diese sind gekennzeichnet durch grüne Türen mit Sicherheitsschleusen, die zu den Fluchtstollen führen. Dort angekommen, erläuterte Bauleiter Ralph Eckerle: "Die Leute fragen mich oft, wann sie denn in Sicherheit seien." Seine Antwort: "Hier! Im Fluchtstollen ist man im sicheren Bereich." Es war eine beruhigende Botschaft für die Ehrengäste, die als nächstes an einer der Pannenbuchten hielten.

Hier waren drei Infostände des Regierungspräsidiums zu den Themen "Geologie/Vortrieb", "Betrieb/Technik" und "Allgemeines" aufgebaut, an denen später auch die Besucher Fragen rund um den Tunnel stellen konnten. Wissenswertes boten auch Pläne und Infofilme, die auf Flachbildschirmen gezeigt wurden.

Schließlich wies Eckerle die Ehrengäste noch auf die Kameras und LED-Lampen an der Decke hin. Der Sicherheit dienen auch Messquerschnitte, in den Straßenbelag eingelassene "Schleifen", die auf den Verkehr reagieren. Bleibt dort ein Fahrzeug stehen, wird automatisch eine SMS an das Bereitschaftshandy der Straßenmeisterei gesendet. Gleiches passiert, wenn eine der Notrufkabinen geöffnet wird. "Alleine in die Sicherheitstechnik", sagte Peter Siepe, Leiter des Baureferats Nord beim Regierungspräsidium, "haben wir 15 Millionen Euro investiert."

Zahlen, die später auch die Bürger beeindruckten. Eine Anwohnerin aus dem Baugebiet "Nord" sagte, sie wolle einfach sehen, was aus dem Tunnel geworden ist. Den langen Fußweg nahm sie allerdings nur ungern in Kauf. Andere versuchten sogar die Abkürzung über die Böschungen, wurden aber vom Sicherheitspersonal aufgehalten, was auch zu Diskussionen führte.

Dagegen strahlten zwei Ehepaare aus Wilhelmsfeld: "Das ist ein historisches Ereignis. Die Chance, zu Fuß in den Tunnel zu kommen, hat man nie mehr." Froh waren sie, dass es künftig schneller geht von ihrem Wohnort nach Mannheim. Befragt nach ihren Eindrücken vom Branichtunnel, sagte eine Schriesheimerin: "Es ist sehr kühl da drinnen." Ihr Mann ergänzte: "Und die Wände sind sehr weiß." Es war ein Tag der vielfältigen Erkenntnisse.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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