03.08.2016

Schriesheim: Sozialstation will ihrem Betreuungsbereich gerecht werden

Einrichtung heißt nun offiziell "Kirchliche Sozialstation Bergstraße-Steinachtal". Der Mangel an Pflegefachkräften ist derzeit die größte Sorge.

Schriesheim. (fjm) Am Hauptgebäude prangt er noch, der alte Name: "Kirchliche Sozialstation Schriesheim e.V." steht dort geschrieben. Doch das wird sich in den kommenden Wochen ändern, denn die Sozialstation erhält einen neuen Namen.

"Kirchliche Sozialstation Bergstraße-Steinachtal" heißt sie offiziell bereits seit dem 17. Juli: An diesem Datum wurde der Name bereits im Vereinsregister eingetragen. In den kommenden Wochen sollen nun auch die sichtbaren Schriftzüge auf den Autos, dem Werbematerial und natürlich am Hauptgebäude der Pflegeeinrichtung geändert werden.

"Wir haben mit unserem Namen ein kleines Problem", sagt Vorstandsvorsitzender Günter Warth. Dieser lasse auf Schriesheim als ausschließliches Betätigungsfeld der Sozialstation schließen. "Tätig sind wir aber von Hohensachsen bis Dossenheim und im Steinachtal bis Schönau und Heiligkreuzsteinach", erläutert er.

Seit der Gründung der Sozialstation im Jahr 1978 war deren Name bereits mehrfach geändert worden. Aus der "Evangelischen Sozialstation Schriesheim-Hirschberg" wurde die "Kirchliche Sozialstation Schriesheim-Hirschberg" und dann sogar die "Kirchliche Sozialstation Schriesheim-Hirschberg-Wilhelmsfeld". "Das kann man ja nicht einfach immer erweitern", sagt Warth. Heute beschäftigt die Sozialstation 30 Mitarbeiter in ihrem mobilen Pflegedienst. Darüber hinaus engangieren sich 50 Freiwillige in der Nachbarschaftshilfe. In Schriesheim, Schönau und Hirschberg betreibt die Einrichtung zudem jeweils eine Demenzgruppe.

Mit der Namensänderung will der Vorstand um Günter Warth, Florian Mersi und Verwaltungsleiterin Karin Keller-Thümmel den Aufgabenbereich der Sozialstation nicht erweitern. Vielmehr geht es um eine klare Benennung des aktuellen Einzugsbereichs. "Es ist schwierig, einem Patienten im Steinachtal klarzumachen, dass er jetzt von der Sozialstation Schriesheim behandelt wird", so Warth.

Schon mit ihrem aktuellen Einzugsgebiet leidet die Sozialstation unter dem Mangel an qualifizierten Pflegekräften. "Wir bezahlen nach dem Tarifvertrag des Öffentlichen Diensts und bieten ein gutes Umfeld. Aber die Konkurrenz ist mit den Kliniken im Umkreis natürlich groß", sagt Warth. Daran ändert auch der neue Name nichts. Doch beim Vorstand der Sozialstation hofft man, dass sich die Patienten in Zukunft besser mit der Sozialstation identifizieren können. "Wir sind dabei, alles, was dazugehört, umzustellen. Das kommt alles innerhalb der nächsten vier Wochen", sagt Warth.

Verwaltungsleiterin Karin Keller-Thümmel und Vorstandsvorsitzender Günter Warth wollen, dass sich Patienten mit dem neuen Namen besser identifizieren können. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung