31.08.2016

Vorbereitungen für Schriesheimer Straßenfest und Kerwe laufen

Schon bevor die Bühnen und Straußwirtschaften aufgebaut werden, laufen die Vorbereitungen in der Altstadt auf Hochtouren

Von Frederick Mersi

Schriesheim. Eigentlich wirkt alles so wie immer in der Schriesheimer Altstadt. Doch wer genau hinschaut, erkennt, dass die heiße Phase der Vorbereitungen für Kerwe und Straßenfest begonnen hat.

Am offensichtlichsten wird das auf dem Festplatz: Dort steht bereits die Plattform für den Autoskooter der Familie Haas aus Karlsruhe - seit vielen Jahren Stammgäste bei der Schriesheimer Kerwe. Die Boxautos fehlen allerdings noch, ebenso wie viele andere Rummelbuden.

Neben einem Märchenkarussell wird der Autoskooter in diesem Jahr aber wohl das einzige Familienfahrgeschäft auf der Kerwe bleiben. "Ich habe bisher nichts anderes gehört", sagt Dominik Morast vom Ordnungsamt dazu. Wenn sich niemand mehr spontan anmeldet, werden wohl zehn Schausteller auf dem Festplatz vertreten sein. Das sei allerdings in den vergangenen Jahren auch so gewesen, so Kirsten Fontius, die für die Anmeldungen verantwortlich ist.

Beim Flohmarkt tut sich dagegen einiges: Am Samstag war die letzte Gelegenheit, beim Verkehrsverein einen Stand anzumelden. Etwa 25 Personen nutzten dieses Angebot für Nachzügler, wie Irmgard Mohr, Vorsitzende des Verkehrsvereins, berichtet. "Damit haben wir die Dreihundertermarke auf jeden Fall geknackt", freut sie sich.

Ein paar freie Stellen werde es zwar geben, denn der Flohmarkt hat eine Kapazität von 340 Ständen. "Aber das wird gar nicht so sehr auffallen", so Mohr. Im Vorfeld hatten sich die Organisatoren noch gesorgt, dass in vielen Straßen Standplätze leer bleiben könnten. Auch bei den Straußwirtschaften kann Vorsitzende Mohr Entwarnung geben: "Alle Plätze sind belegt. Letztendlich kriegen die Leute das dann doch wieder alles zusammen."

In der Heidelberger Straße muss der Verkehrsverein allerdings noch etwas Vorarbeit leisten, damit die Schnäppchenjagd dort am Samstag und Sonntag ordnungsgemäß vonstatten gehen kann: Nach der Sanierung der Straße und der Verlegung des Kopfsteinpflasters hat sich die Stadt gegen eine permanente Markierung der Standplätze ausgesprochen. "Deshalb müssen wir am Freitagnachmittag mit Kreide die Markierungen und die Nummern aufmalen", sagt Mohr. "Es muss sich aber keiner Sorgen machen, dass er seinen Stand nicht findet."

Das Pflaster wurde auch in anderer Hinsicht noch einmal fit gemacht: Wie bei jedem Straßenfest und beim Mathaisemarkt wurden gestern im Auftrag der Stadt in der Heidelberger Straße lockere und herausstehende Pflastersteine neu eingesetzt. "Das ist nur eine Sache von mehreren Stunden", sagt Thomas Rath von der gleichnamigen Straßenbaufirma.

Im Evangelischen Gemeindehaus in der Kirchstraße wird derweil schon eifrig sortiert, was in den vergangenen Tagen gespendet wurde. Mit dabei sind auch einige Flüchtlinge aus der Unterkunft in der Carl-Benz-Straße. Am Samstag und Sonntag wird die Kirchengemeinde wieder mit dem größten Flohmarktstand des Straßenfests für einen guten Zweck vertreten sein. "Jetzt sind wir nicht mehr durch die Baustelle auf dem Kirchvorplatz begrenzt", sagt Organisatorin Petra Röger, seit fast 40 Jahren mit dabei. "Das wird ein schönes Ambiente."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung