01.09.2016

"Radio ein"-Schild am Schriesheimer Branichtunnel irritiert Autofahrer

"Radio ein"-Schild am Schriesheimer Branichtunnel irritiert Autofahrer
Nur das Autoradio einzuschalten reicht im Branichtunnel nicht. Foto: Dorn

Schriesheim. (fjm) Probleme mit der Beschilderung am Branichtunnel hatten schon Vertreter der Ortsteile, doch dieses Schild irritierte Autofahrer unabhängig von ihrem Fahrtziel: Am Tunneleingang steht ein Schild mit der Aufforderung "Radio ein", doch die meisten Sender sind kurz nach der Einfahrt in den Tunnel gar nicht mehr verfügbar. "Im Tunnel hat man nach etwa 100 Metern keinen Empfang mehr", sagte eine Schriesheimerin. Sie höre meist SWR 2. Ihre Nachfrage bei der Stadt sei unbeantwortet geblieben.

Allerdings hat die Beschilderung durchaus ihren Sinn: Über den Verkehrsfunk werden wichtige Mitteilungen zu möglichen Unfällen und Behinderungen durchgegeben. Auch die Straßenwacht kann die Frequenz dann direkt nutzen. Mindestens ein Radiosender muss sogar in jedem Tunnel empfangbar sein, das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Im Branichtunnel sind sogar drei Radiosender verfügbar: Radio Regenbogen, SWR 3 und Big FM. Diese müssen dafür Geld ans Land Baden-Württemberg zahlen. "Die Sender werden von uns bei jedem Projekt angeschrieben und gefragt, ob sie das möchten", erläutert Volker Staudacker vom Regierungspräsidium Karlsruhe. Meist sei mindestens ein Programm des öffentlich-rechtlichen Südwestrundfunks am Ende verfügbar.

Technisch möglich ist der Radioempfang auf Ultrakurzwelle, weil während des Baus Kabel auf der gesamten Tunnellänge verlegt und Antennen zur Projektion eingebaut wurden.

Wer durch den Branichtunnel fährt, sollte also auf eines der drei genannten Programme umschalten und die Funktion "Verkehrsfunk" am Radio einschalten. Dann sind, statt des sonst üblichen Rauschens auf den anderen Frequenzen, auch wichtige Verkehrsmeldungen zu hören.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung