05.09.2016

Von "Beer Pong" über Panini bis zum Wellfleisch

Straußwirtschaften erlebten einen fast perfekten Samstag - Besucher schätzen die große Auswahl an Speisen und Getränken

Schriesheim. (kaz) "Super, dass das nochmal so eine laue Sommernacht ist", freut sich Franziska und fragt sich, warum sie überhaupt eine Jacke mitgenommen hat. Es ist kurz vor 22 Uhr und noch mindestens 22 Grad Celsius warm. Rund um den Stadtbrunnen vor dem Alten Rathaus sind es gefühlt noch ein paar Grad mehr, denn die Menschen stehen so dicht gedrängt, dass es kaum ein Durchkommen gibt.

Während des Straßenfests wird der Stadtbrunnen dank der KSV-Ringer zum Bierausschank. Vor Ort wird ein Glas nach dem anderen gezapft. An einem Stand gegenüber gibt es das "Men-Special" oder "Woman-Special" aus je drei Getränken für 15 Euro. Männer entscheiden sich demnach eher für den "Jacky" und Frauen für den "Hugo". Die TV-Handballer haben außer Getränken auch das Trink- und Geschicklichkeitsspiel "Beer Pong" im Gepäck. Ein paar Meter weiter, im Hof der Küferei Hauser, hat erstmals die "oBARstadt 8" geöffnet. Dort gibt es nun drei Sorten Panini, eine davon mit hausgemachter Parmesancreme oder ein Arrangement samt Balsamicopesto und Wein nach Wahl. Ein erstes Zwischenfazit fällt positiv aus: "Das wurde bereits sehr gut angenommen", sagt Michaela Salfinger, Teil des vierköpfigen Organisationsteams am Samstagmittag.

Natürlich haben die Schriesheimer und Gäste von auswärts das Straßenfest schon gleich nach der offiziellen Eröffnung bevölkert. "Wir sitzen am liebsten im Weindorf im Strahlenberger Schulhof", sagt ein Ehepaar aus der Nachbargemeinde Dossenheim. Dort gebe es nicht nur die beste Musik, sondern auch das beste Essen. In der Tat: Die Speisekarte mit Sauerbraten, Ochsenbacken samt Knödel oder Spätzle, Wellfleisch mit Sauerkraut oder Rindfleisch mit Meerrettich können allen, die deftige Hausmannskost mögen, mächtig Appetit machen. Flammkuchen und sonstige leichtere Kost gibt’s direkt nebenan.

Einige Betreiber, so auch der Partnerschaftsverein, haben ihr kulinarisches Angebot etwas zurückgefahren, zum Beispiel weil die Auflagen des Wirtschaftskontrolldienstes immer strenger wurden. "Ich kann das verstehen", sagt ein Besucher, "wenn die Vereine nur investieren müssen, machen sie ja keinen Gewinn mehr." Und doch ist erstaunlich, was da an ehrenamtlichem Arbeitseinsatz geleistet wird, damit andere feiern können.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung