07.09.2016

Schriesheimer Straßenfest und Kerwe: Drei verlorene Zähne und eine positive Bilanz

Schriesheimer Straßenfest und Kerwe: Drei verlorene Zähne und eine positive Bilanz
Am Montagabend gingen Straßenfest und Kerwe mit dem Auftritt der T-Band zu Ende. Zufriedenheit trotz regnerischem Sonntag

Von Karin Katzenberger-Ruf und Frederick Mersi

Schriesheim. Die schlechte Nachricht vorweg: Mindestens ein Straßenfestbesucher wird das Wochenende nicht in guter Erinnerung behalten. Durch einen Sturz schlug er sich am Samstagabend drei Zähne aus und zog sich eine Platzwunde zu.

Die gute Nachricht: Den meisten anderen Besuchern werden Straßenfest und Kerwe in guter Erinnerung bleiben. Auf einen fast perfekten Samstag folgte zwar ein durchwachsener Sonntag, doch am Ende zeigten sich die Veranstalter überwiegend zufrieden.

Das liegt zum einen daran, dass es ein friedliches Fest war und blieb. "Es hat im Oberen Schulhof mal eine kleinere Schubserei gegeben, aber nichts Dramatisches", sagte Dominik Morast vom Ordnungsamt. Auch bezüglich des neuen Sicherheitsdiensts habe es keine Reklamationen gegeben.

Kein Wunder, denn Manfred Urban, der Leiter von "USS Security", musste mit seinen Mitarbeitern selten eingreifen, obwohl besonders am Samstagabend viele Menschen unterwegs waren. Lediglich einige "Wildpinkler" erhielten einen Verweis.

Auch Eugen Fallmann konnte sich selbst auf die Schulter klopfen. Schließlich war der von ihm organisierte "Jazz-Point" ein voller Erfolg. "Da herrschte so eine schöne, zum Teil ganz intime Stimmung", sagte er über die kleine Bühne in der Oberstadt.

Nachdem am Samstagabend die Band "Original Jazzdampfer" mit Gastsängerin Sylvia Brown das Publikum in ihren Bann gezogen hatte, folgten am Sonntag die Schriesheimer "Bluesgosch" Dieter Reinberger, Régine Pascal und "Second Generation". In letztgenannter Band wirkte dann auch Fallmann selbst am Schlagzeug mit.

"Wir sind Berufs- und Hobbymusiker und haben unser Handwerk schon vor Jahrzehnten gelernt", so Fallmann. Er hat mit seinen guten Kontakten schon viele Bands überzeugt, in Schriesheim nicht allzu viel Gage zu verlangen, damit das Fest für den Verkehrsverein finanzierbar bleibt. Der konnte übrigens alle 300 Kerwe-Buttons mit dem Branichtunnel-Motiv schon am Samstag verkaufen.

Gegenüber freuten sich auch die Nachfolger des Suppentreffs über ein gutes Wochenende: "Wir mussten noch Helfer dazuholen, weil es so gut lief", sagte Steffen Laudat. Eine Neuauflage der Straußwirtschaft "oBARstadt 8" können er und seine drei Mitstreiterinnen sich gut vorstellen.

Fallmann findet das gesamte Musikprogramm während des Straßenfestes sehr gelungen und prognostizierte: "Wenn am Montagabend die T-Band im Weindorf spielt, geht es dort noch einmal so richtig ab." Eine Hoffnung, die die dort vertretenen Winzer teilten. Doch schon vorher zog man dort eine positive Bilanz des Wochenendes: "Am Samstag war unglaublich viel los", sagte zum Beispiel Christine Jäck. Eva Bielig ergänzte: "Natürlich hat der Regen etwas weniger eingebracht, aber insgesamt waren wir zufrieden." Beim alkoholfreien Getränkestand der "Eintracht" blieb der Sonntagmittag ebenfalls der einzige Wermutstropfen: "Da ist das Mittagessen praktisch ausgefallen", sagte Organisator Gerhard Treiber. "Aber wenn die T-Band kommt, ist der Laden sowieso wieder voll."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung