13.09.2016

"Das ist doch ein Bild wie in der Toskana": 20. Weinwanderung in Schriesheim

Zehn Stationen: Winzer, Gastronomen und Verkehrsverein laden am Sonntag zur Weinwanderung.

Von Frederick Mersi

Schriesheim. Die Nachmittagssonne taucht die Reben in goldgelbes Licht, die Temperaturen sind spätsommerlich, der Himmel wolkenfrei. "Das ist doch ein Bild wie in der Toskana", meint Irmgard Mohr, Vorsitzende des Verkehrsvereins. Ähnliches Wetter wünscht sie sich auch für das kommende Wochenende: Am Sonntag findet die 20. Weinwanderung statt.

1996 sei die Idee zu dieser Veranstaltung aufgekommen, erinnert sich Wilhelm Müller. Als er mit Kunden in seinem Wingert war, schauten WG-Geschäftsführer Harald Weiss und Karl-Heinz Schulz vom Verkehrsverein vorbei. "Die haben dann gesagt, wir könnten doch mal gemeinsam hierher einladen", so Müller. Gesagt, getan: In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich die Weinwanderung zum Erfolgsmodell.

"Haben Vorarbeit geleistet"

"Inzwischen ist der ursprüngliche Sinn und Zweck fast ein wenig verloren gegangen", sagt Müller. Dieser sei es gewesen, über die Arbeit der Winzer zu informieren: "Aber heute ist dafür meist gar keine Zeit." Irmgard Mohr sieht das weniger kritisch: "Ich sage den Leuten einfach immer, dass sie mit den Winzern direkt am Stand sprechen sollen."

Dazu besteht am Sonntag die Möglichkeit: "Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass es gut wird", sagt Mohr. "Wir haben unsere Vorarbeit geleistet." Auch ein Gewinnspiel wird es wieder geben. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Doch Winzer und Wirte sind mit Zelten und überdachten Räumen auch für schlechtes Wetter gerüstet. Zehn Stationen können die Weinwanderer besuchen, jede mit eigenem Angebot.

Station 1: Madonnenbergverein. Beim Winzer am Festplatz beginnen zwischen 10 und 12 Uhr sowie um 13 Uhr die geführten Wanderungen. Dort bietet der Madonnenbergverein Sekt aus eigenem Anbau an. Zu essen gibt es unter anderem Lachsbaguette und Käsespieße.

Station 2: Weingut Bielig. Die "Grüne Kuh" und der Silvaner wachsen rund um den Stand von Georg und Eva Bielig in der Nähe des Friedhofs. Forschner’s im Schützenhaus bewirtet die Gäste mit Flammkuchen, Schnitzeln und belegten Brötchen. Auch musikalische Unterhaltung ist geplant.

Station 3: Weingut Jäck. Bei Max Jäck erwartet die Wanderer "ordentliche Blasmusik", wie er selbst sagt. Die Kapelle AM aus Leutershausen ist dort zu Gast, verkostet werden können unter anderem Müller-Thurgau und Blanc de Noir. Das Wirtshaus im Mühlenhof bietet dazu seine Wildspezialitäten an.

Station 4: Majer’s Weinscheuer. "Unterhaltsame Weinlieder" können dort gesungen werden - natürlich zu den passenden Erzeugnissen und Sekt aus eigenem Anbau. Ein kleines kulinarisches Angebot steht ebenfalls für die Wanderer bereit.

Station 5: Burggasthof Strahlenburg. "Wir freuen uns, dass die Strahlenburg wieder mit dabei ist", sagt Mohr. Im Burggasthof gibt es Kleinigkeiten direkt vom Burggrill und natürlich den Ausblick über die Oberrheinebene.

Station 6: Gasthaus Neues Ludwigstal. Wer hoch hinaus will und kann, wandert zum Stand der Familie Krämer. Fleischkäse und Wildragout gehören zu ihren Spezialitäten, für Vegetarier gibt es gefüllte Champignons. Angeboten werden auch Weine aus eigenem Anbau sowie von der Winzergenossenschaft.

Station 7: Winzergenossenschaft Schriesheim. Dort ist das "Schriesemer Tellerchen" der Renner, aber auch der Silvanerbraten kam bisher gut an. Dazu empfiehlt die Winzergenossenschaft ihren Schlossberg Riesling. Musikalisches Programm ist nicht geplant, der Stand soll eine "Oase der Ruhe" sein.

Station 8: Weinstube Müller. Etwas tiefer gelegen bietet Wilhelm Müller für alle hungrigen Wanderer Erbseneintopf, Fleischkäse mit Meerrettichsoße und Bratwürste an. Dazu gibt es Burgundersorten, Riesling und neuen Wein aus eigenem Anbau.

Station 9: Weingut Rosenhof. Passend zum warmen Spätsommer stehen dort verschiedene Weißweine aus eigenem Anbau auf der Karte. Das persisch-italienische Restaurant "La Perseria Mashti" bietet dazu unter anderem Hähnchencurry mit Ananas und Lammcurry mit Basmatireis an.

Station 10: Weingut Wehweck. Wieder in der Ebene, genauer gesagt am Dossenheimer Weg, angekommen wartet auf die Wanderer ganz traditionell Zwiebelkuchen und neuer Wein aus dem Hause Wehweck. Außerdem auf der Speisekarte: Zervelat, Debreziner und Käsespieße.

Von dort konnten die Wanderer in den vergangenen Jahren mit der Kutsche zurück ins Stadtzentrum fahren. "Das klappt dieses Mal leider nicht", so Mohr. Bis zur Haltestelle Schriesheim Süd der RNV-Linie fünf sind es - einen geradlinigen Laufweg vorausgesetzt - jedoch nur etwas mehr als fünf Minuten zu Fuß.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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