25.09.2016

Bilanz der Badesaison im Schriesheimer Waldschwimmbad zufriedenstellend

Die IEWS zog eine Bilanz der Badesaison und der Aktivitäten im Waldschwimmbad - Der neue Beirat ist jetzt im Amt

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Ein Helferabend ist noch geplant. Außerdem wird am 7. Dezember die Chronik im Rathaus vorgestellt, und für 10. Dezember ist der Weihnachtsmarkt vorgesehen, der im Kalender der IEWS ebenfalls nie fehlen darf. Gerade auch nicht im doppelten Jubiläumsjahr. Die Schwimmbaderhalter feiern bekanntlich nicht nur das 25-jährige Bestehen ihres Vereins, sondern auch 80 Jahre Waldschwimmbad. Aus diesen Anlässen gab es etliche gelungene Veranstaltungen. Die Besucherzahlen in der diesjährigen Badesaison haben den Jubiläen zwar keinen außergewöhnlichen Glanz verliehen, waren aber immerhin auf gutem Niveau stabil. Daher zog die Vereinsspitze gestern im Bilanzgespräch mit der RNZ ein positives Fazit: "Mit dem Jubiläumsjahr sind wir bislang sehr zufrieden", so Vorsitzender Bernd Doll.

Vor der Analyse von Eintrittszahlen und Events teilte Doll mit, dass sich am vergangenen Mittwoch im "Goldenen Hirsch" der neue Beirat der IEWS zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen habe. Mitglieder sind Bürgermeister Hansjörg Höfer, seine Stellvertreterin Barbara Schenk-Zitsch, Friedrich Ewald und Wolfgang Amann sowie von Vereinsseite Doll und der stellvertretende Vorsitzende, Jochen Wähling. Ewald führt das Gremium, Schenk-Zitsch ist seine Stellvertreterin: "Unsere Satzung sieht einen Beirat schon immer vor", sagte Doll. Jetzt habe man sich entschieden, diesen zu "beleben". Seine personelle Besetzung sei bereits im April von der Mitgliederversammlung abgesegnet worden, erinnerte Doll. Höfer, Doll und Wähling gehören qua Amt dazu. Der Beirat der IEWS habe beratende und unterstützende Funktion und sei kein Kontrollgremium, erläuterte er. Eine Aufgabe könne zum Beispiel die Suche nach geeigneten Personen für Vorstandsämter sein, wenn sich hier Vakanzen abzeichnen.

Auch wenn der Saisonstart schwierig war, standen zum Schluss in der Besucherstatistik des Waldschwimmbades rund 48.400 Mitglieder und zahlende Gäste: "Das entspricht dem Niveau der Jahre 2012 und 2013", so Schriftführer Michael Gebhardt. Zum Vergleich: Spitzenjahr war zuletzt 2015, als rund 53.000 Badegäste kamen. Richtig schlecht war dagegen 2014 mit 35.000 Eintritten, als die Talstraße im Sommer gut drei Wochen lang gesperrt war. Auch dieses Jahr begann nicht verheißungsvoll. Das Wetter war mies, und die Eröffnung musste um eine Woche verschoben werden. So kamen im Mai und Juni insgesamt nur 9500 Gäste, dagegen alleine im Juli 14.250 : "Das war ein normaler Monat", sagte Gebhardt. Er hat festgestellt, dass der Kassenanteil im Waldschwimmbad in den vergangenen Jahren leicht, aber konstant ansteigt. Das habe zwei Gründe, so der Schriftführer. Erstens würden mehr Auswärtige kommen, etwa auch aus Mannheim, Ketsch, Schwetzingen oder Ladenburg. Zweitens würden viele Mitglieder den jährlichen Saison-Zusatzbeitrag von zwölf Euro meiden und lieber die einzelnen Besuche an der Kasse zahlen - immerhin legt man hier erst beim vierten Mal drauf. Überhaupt hätten nur rund 1200 der 5933 IEWS-Mitglieder die öffentliche Schwimmzeit im Bad genutzt. Das zeigt: Die Meisten leisten mit ihrer Mitgliedschaft einen finanziellen Beitrag zum Erhalt des Bades. Um das Schwimmen alleine geht es weniger.

Dabei bot die IEWS auch sportlich viel in dieser Saison: "Das war der Wunsch vieler Mitglieder", betonte Gebhardt. Mit Terminen im Ferienprogramm wurde die Bitte aufgegriffen, und auch das "Mondscheinschwimmen" kam wieder gut an. Zudem gab es Fitnessangebote an festen Tagen: "Stretch & Relax", Aquajogging, Aquafitness und Aquazumba, wobei Aquafitness die größte Nachfrage hatte. Den Mitarbeitern des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg bot die IEWS im Rahmen des DKFZ-internen Sportangebots "Schnupperkarten" an. Dagegen können IEWS-Mitglieder in den kalten Monaten von besonders günstigen Konditionen profitieren, die ihnen das Fitness- und Gesundheitsstudio "KSVmed-aktiv" anbietet. Doll wies auf eine weitere Kooperation hin: Am 23. Oktober, dem "Tag der Schützen, Jäger und Jagdhornbläser", gibt es im Waldschwimmbad eine Jagdhundevorführung. Dabei dürfen die Tiere auch ins Wasser: "Das wird im Februar sowieso abgelassen", sagte Wähling. Im März und April hätte schon das Rote Kreuz mit seinen Rettungshunden im Waldschwimmbad trainiert: "Aber nur auf der Wiese und rückstandsfrei", lächelte der stellvertretende Vorsitzende. Dieser wies schließlich darauf hin, dass es in dieser Saison keine Unfälle im Waldschwimmbad gegeben habe.

Auch die kulturellen Höhepunkte hielten, was sie versprachen. Die Saisoneröffnung mit Künstlermeile war ebenso erfolgreich wie die Soul-Nacht im Juni. Abgesagt wurde allerdings die Show der Eagles-Tributeband "Igels", weil der Vorverkauf nicht lief, sowie die Tanzsause "Sonne, Wasser, Bass", weil die Stadt vor der sich abzeichnenden Publikumsmasse und den damit verbundenen Risiken bei laufendem Badebetrieb warnte. Für dessen reibungslosen Ablauf sorgten auch dieses Jahr die Bademeister und Rettungsschwimmer. Obwohl gerade bei letzteren die Personaldecke etwas dünn sei, wie Doll monierte. Da könne man noch mehr Unterstützung gebrauchen.

Auf viele helfende Hände hofft die Vereinsspitze auch bei den beiden Arbeitseinsätzen am 15. und 22. Oktober. Richtig große Bauprojekte gibt es dieses Mal in der Schwimmbadpause nicht. Dauerthemen bleiben allerdings eine Abdeckung für das große Becken und die Einbruchsicherung.
Hundetraining, Soulmusik, Aquafitness, Kunst: Im Waldschwimmbad war schon einiges los in diesem Jahr. Und es ist noch nicht vorbei, wie die IEWS-Vorstandsmitglieder Jochen Wähling, Bernd Doll und Michael Gebhardt (v. l.) betonten. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung