01.02.2017

Naturfreunde Schriesheim: Einer der jüngsten Ortsvereine in Nordbaden

Die Naturfreunde haben einen vollen Terminkalender – Eine politische Stellungnahmen ist geplant

Die "Schriesheimer Hütte" ist bei Ausflüglern beliebt wie eh und je. Das ist der Lohn für die Naturfreunde, die jede Menge Arbeitszeit in ihr Domizil an der Mannswiese stecken. Foto: Dorn

Von Stephanie Kuntermann

Schriesheim. "Vor etwa zehn, 12 Jahren hatten wir 160 Mitglieder", erinnert sich Sascha Gernold. Bei der Jahreshauptversammlung gibt der Vorsitzende jetzt bekannt, dass mit den Eintritten im Februar 240 Personen zum Schriesheimer Ortsverein der Naturfreunde gehören. Seit einigen Jahren sinkt der Altersdurchschnitt; aktuell liegt er bei 47,3 Jahren. "Wir sind damit", sagt er, "einer der jüngsten Ortsvereine in Nordbaden."

Bei den Wahlen spiegelt sich der Trend zur Verjüngung ebenfalls wider: Einstimmig gewählt werden Imogen Hüsing, Felix Gernold und Luis Eckert, alle unter 20, die künftig die Jugendgruppe leiten werden. Sascha Gernold wird im Amt bestätigt, ebenso seine Stellvertreterin, Sabine Lorenz, und Schatzmeisterin Anke Kießling. Neuer Schriftführer ist Karl Nutzinger, und Udo Großkopf bekommt als Hüttenwart Verstärkung durch seine Frau Marita Schreuder-Großkopf. Valerie Lorenz und Bärbel Böhme werden zu Beisitzerinnen gewählt, Johannes Hüsing zum Wanderwart, Dominic Lorenz ist wieder Kassenprüfer, Thomas Jungbluth der neue Umweltreferent, während Manfred Ortmann, Andrea Gernold und Stefan Müllerleile zur Hüttenkommission gehören.

Dann gibt es noch ein paar Zahlen: Großkopf listet insgesamt 2900 Stunden Dienste in der Naturfreundehütte auf, Ortmann berichtet vom Bau des Sandkastens und einer großen Sanierungsmaßnahme, die den Mitgliedern viel Kopfzerbrechen und Arbeit bereitete: Weil Ameisen einen Stützpfeiler in der Küche beschädigten, musste er zusammen mit der Deckenverkleidung entfernt und ersetzt werden. Daneben wurde das Gelände in Schuss gehalten, Brennholz gemacht, die Terrasse gereinigt, und die Helfer begannen damit, Stühle im Außenbereich zu reparieren. Etwa 1600 Arbeitsstunden kamen so zusammen.

Der Betrieb der Hütte brachte am Ende ein leichtes Plus für die Vereinskasse, referiert Kießling, während Gernold über die Aktivitäten der neu gegründeten Gruppe "Ü 60" berichtet, den Bau des Kletterhauses, die Monatstreffen und die vielen Ausflüge, Wanderungen und Reisen; aus der Tschechien-Fahrt entwickelte sich eine Freundschaft mit den dortigen Naturfreunden, die weiter gepflegt werden soll. "Wir haben vieles in die Wege geleitet, auf das ich wirklich stolz bin", bilanziert der Vorsitzende.

Dann verteilt er die Terminpläne für dieses Jahr: 79 Veranstaltungen sind da abgedruckt, vom Ausflug ins Textilmuseum mit Ü 60 (1. Februar) über Spieleabende im DRK-Heim, die Teilnahme am Mathaisemarktumzug, den Beginn der Hüttensaison (1. April), die Skifreizeit, das Pfingstcamp, Paddeln in Tschechien und die Hochgebirgswanderung bis zum Weihnachtsgottesdienst auf der Mannswiese.

Geplant ist für dieses Jahr die Gründung einer Fotogruppe unter Leitung von Nutzinger; und schließlich will der Verein auch in diesem Jahr immer wieder (lokal-)politische Stellungnahmen abgeben. So kündigt der frisch gewählte Umweltreferent schriftlich an, sich zur Flurbereinigung am Mergel äußern zu wollen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung