14.02.2017

Schriesheim: Haus nach Kellerbrand unbewohnbar

Feuer in der Nacht zum Samstag in Wohn- und Geschäftsgebäude an der Ecke Kirch- und Friedrichstraße - Keine Verletzten

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Warum das Feuer mitten in der Nacht zum Samstag im Keller des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Kirch- und Friedrichstraße ausbrach, ist nicht bekannt. Fest steht: Der entstandene Schaden ist enorm. Das Haus ist unbewohnbar. Aber zu Schaden kam bei dem Brand niemand. Und das ist das Wichtigste.

Die Schriesheimer Feuerwehr wurde gegen 2.20 Uhr alarmiert. Aufgrund der Meldung mussten die Einsatzkräfte davon ausgehen, dass sich in dem Gebäude noch Menschen befinden. Vor Ort bot sich den Feuerwehrleuten ein Besorgnis erregendes Szenario. Aus dem ganzen Haus drang schwarzer Rauch nach draußen - vom Keller bis unter das Dach. Zumindest aber bewahrheitete sich nicht, dass noch jemand im Gebäude gewesen sei. Die drei Bewohner hatten sich selbst in Sicherheit bringen können, wurden vom Rettungsdienst noch an Ort und Stelle untersucht, mussten aber nicht zu weiteren Behandlungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Lage machte es erforderlich, aus Altenbach ein Löschfahrzeug und Atemschutzgeräteträger nachzualarmieren. Zuerst drang ein Trupp unter Atemschutz mit einem Löschrohr in den Keller vor, um das Feuer zu bekämpfen. Zugleich suchte ein Trupp Atemschutzgeräteträger die Geschosse nach eingeschlossenen Personen ab, während die Drehleiter so in Stellung gebracht wurde, dass das Gebäude auch von außen abgesucht und die Einsatzstelle ausgeleuchtet werden konnte. Außerdem sollte sie dem Trupp oben im Haus als Anleiterbereitschaft dienen.

Um die Löscharbeiten zu unterstützen und damit der Rauch besser abziehen konnte, sorgten die Feuerwehrleute für Abluftöffnungen im Haus und positionierten einen Lüfter. Das alles zeigte schnell Wirkung. Nach einer halben Stunde war das Feuer aus. Durch die enorme Hitze war im Keller eine Wasserleitung geplatzt. Also mussten die Kameraden auch noch einen Wassersauger einsetzen.

Der Brandrauch sowie die Schäden an der Elektroinstallation und an der Trinkwasserleitung sorgten dafür, dass die Bewohner erst mal nicht in ihre vier Wände zurückkehren konnten. Sie kamen nach Auskunft der Feuerwehr bei Verwandten unter. Die Einsatzkräfte schätzten den entstandenen Sachschaden auf mehrere 10.000 Euro. Im Grunde sei dieser zunächst aber nur schwer zu beziffern gewesen, gibt Kommandant Oliver Scherer in seinem Bericht zu bedenken.

Vonseiten der Feuerwehr mussten 38 Kameraden in dieser Nacht zur Einsatzstelle ausrücken. Sie brauchten acht Fahrzeuge. Der Rettungsdienst kam zu sechst - mit drei Autos und einem Notarzt. Schließlich waren fünf Polizeibeamte und auch ein Mitarbeiter der Schriesheimer Wasserver- und -entsorgungsgesellschaft (WVE) vor Ort. Um 4.45 Uhr war der Einsatz beendet.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung