14.02.2017

Schriesheim: Vermissen wird den Brunnen wohl kaum jemand

Schriesheim: Vermissen wird den Brunnen wohl kaum jemandAm Montag begann der Abbruch des Bauwerks vor dem Neuen Rathaus - Interimsfiliale der Volksbank soll dort im April eröffnen

Abriss mit Heiterkeit: Bürgermeister Hansjörg Höfer (2.v.l.) mit den Führungskräften der Volksbank Kurpfalz und dem ehemaligen Vorstandssprecher, Friedrich Ewald (M.). Foto: Dorn

Schriesheim. (fjm) Mit dem Brunnen vor dem Neuen Rathaus waren die Schriesheimer nie so ganz warm geworden. Am Montag wurde unter den Augen von Bürgermeister Hansjörg Höfer und Vertretern der Volksbank Kurpfalz mit dessen Abriss begonnen. Laut einem Mitarbeiter der Firma Orth Recycling aus Heidelberg soll der Stahlbeton innerhalb von ein bis zwei Tagen abgetragen sein.

An diese Stelle soll dann die Schriesheimer Filiale der Volksbank ziehen: 13 mobile Wohneinheiten, also Containermodule, werden von April an das neue Zuhause der Mitarbeiter des Kreditinstituts, das seine Filiale in der Bismarckstraße saniert. Ausgestattet wird die Interimsfiliale von der Firma AHS Banksysteme aus Römerstein.

"Die Möbel kommen aber von uns", sagte Markus Stadler, stellvertretender Leiter des Gebäudemanagements der Volksbank Kurpfalz. Die müssen schließlich während der Sanierung auch raus aus dem Volksbank-Gebäude in der Bismarckstraße. Strom- und Wasserleitungen sind unter dem Brunnen bereits vorhanden, sie sollen auch für das neue Containergebäude genutzt werden.

Der Brunnen selbst wurde in den 1970er-Jahren im Zuge des Rathausneubaus errichtet, zunächst noch ohne die markanten Edelstahlrohre. Das Wasser sollte von einem Betonbecken ins andere fließen. "Das hat aber nie so richtig funktioniert", erinnerte sich Bürgermeister Höfer gestern: "Das Wasser ist praktisch überall hin, nur nicht da, wo es hinsollte." Daher ließ Altbürgermeister Peter Riehl Edelstahlrohre an den Brunnen bauen, die allerdings immer wieder verkalkten.

Schon gestern Abend war nur noch ein Haufen Schutt vom Brunnen übrig. Es war ein kurzer Abschied, den die Schriesheimer aber gut verkraften können.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung