08.03.2017

Bürgermeister Höfer lobt Kreis und Kommunen beim Mathaisemarkt

Beim "Empfang der Ehrengäste" lobt Bürgermeister Höfer die Flüchtlingsintegration: "Wir alle haben das gut gemacht"

Von Carsten Blaue

Schriesheim. Zur Halbzeit des Mathaisemarkts steht dienstagmorgens immer der "Empfang der Ehrengäste" auf dem Programm. Bürgermeister Hansjörg Höfer begrüßte dazu ebenso Kollegen aus den Nachbarkommunen wie die Spitzen von Behörden, Verbänden, Banken, Schulen und Institutionen, darunter auch die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und den Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger. Rund 100 Gäste waren Höfers Einladung gefolgt. Für ihn ist sie stets Anlass zum Rückblick - auf das, was sich seit dem letzten Mal in Schriesheim getan hat, und auf den bisherigen Verlauf des Volksfests. Ansonsten frönte man der Geselligkeit und dem Vergnügen an diesem Tag, der im Haus der Feuerwehr begann.

Hier zeigt der Kulturkreis dieses Jahr in seiner Mathaisemarkt-Ausstellung die Werke des Mannheimer Künstlers Walter Stallwitz, in die sich gestern allerdings die Wenigsten vertieften. So ist es aber immer. Also durfte sich Höfer der Aufmerksamkeit sicher sein. Beim Volksfest arbeite man sehr gut mit der Polizei zusammen. Es sei nicht immer leicht, sich auf neue Herausforderungen in Sachen Sicherheit einzustellen. Dieses Jahr habe man an den gesperrten Hauptverkehrsachsen des Marktbereichs zusätzlich Betonbarrieren aufgestellt, an denen für Lastwagen kein Durchkommen ist: "Doch wir können nur begrenzt etwas tun." Das sah man am Montag, als eine betrunkene 72-Jährige mit ihrem Opel Corsa zwischen den Ständen des Krammarkts umherfuhr und eine Auslage beschädigte. Verletzt wurde dabei niemand.

Wenn nicht gerade Mathaisemarkt ist, können sich die Bürger in der Talstraße über die Entlastung durch den Branich-tunnel freuen. Höfer erinnerte an die Eröffnung der Umgehung im vergangenen Jahr, die auch für den vorderen Odenwald "ein Segen" sei. Jetzt soll die Talstraße zum Sanierungsgebiet werden, um dem Quartier an der ehemaligen Ortsdurchfahrt einen städtebaulichen "Schub" zu geben. Neue Impulse sah Höfer zudem beim ehrenamtlichen Engagement für die Integration von Flüchtlingen und lobte hier auch den Kreis und die Kommunen: "Wir alle haben das gut gemacht und machen es noch." Versagt habe hier niemand.

Schließlich kam Höfer zu den nächsten Aufgaben der Stadt. Die Feuerwehr muss erweitert und ein neuer Kindergarten für vier Millionen Euro gebaut werden. Ein neuer Hort ist schon im Werden, erweist sich aber als Millionengrab.

Abgeschlossen schien dagegen die Sanierung des Zehntkellers. Doch der Bürgermeister teilte mit, dass das Landratsamt die Abnahme der neu gebauten Fluchttreppe versagt habe - wegen unterschiedlicher Stufenhöhen, fehlender Geländer und eines überhängenden Teils der Wand. "Weck, Worscht und Woi" schmeckten den Ehrengästen im historischen Gewölbe dennoch. Es ist Tradition, dass sich hier diejenigen vorstellen müssen, die zum ersten Mal dabei sind. Dieses Jahr waren es wenige. Christoph Schauder zum Beispiel, der Ordnungsdezernent beim Rhein-Neckar-Kreis, oder Schriesheims neuer Bauamtsleiter, Markus Schäfer. Nach den Küsschen für die Weinhoheiten aus Schriesheim und der Region zog der Tross dann weiter auf den Rummel.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung