17.03.2017

Frauen gründen neuen "Lions Club Metropolregion Rhein-Neckar"

"Zusammen etwas gestalten": 22 Frauen haben sich zum neuen "Lions Club Metropolregion Rhein-Neckar" zusammengeschlossen

Sie haben mit 20 anderen Frauen den neuen Lions Club aus der Taufe gehoben: Marianne Peters-Enders (l.) und Lisa Vermeer. Foto: Rothe

Von Peter Wiest

Rhein-Neckar. Sie kommen aus St. Leon-Rot, aus Leimen, aus Schriesheim, Heidelberg und anderen Orten aus der Umgebung. Es geht ihnen gut - und sie leben ausgesprochen gerne in der Metropolregion Rhein-Neckar. Nicht zuletzt auch deshalb wollen sie etwas tun, um Menschen zu helfen und unter die Arme zu greifen, die ebenfalls hier leben, denen es aber nicht so gut geht - und die im Gegensatz zu ihnen mehr auf der Schattenseite des Lebens stehen. 22 Frauen haben sich jetzt zusammengeschlossen zum "Lions Club Metropolregion Rhein-Neckar": Dem ersten Lions Damen-Club in der so genannten "Zone Heidelberg" und zudem dem ersten, der ganz bewusst den Begriff "Metropolregion" im Namen führt.

Bereits vor gut einem Jahr wurde der Club gegründet, schildern die Gründungspräsidentin Marianne Peters-Enders und die 2. Vizepräsidentin Lisa Vermeer. Wie bei Lions üblich, wurde allerdings erst jetzt die Charterfeier begangen, mit der ein neuer Club dann gleichsam offiziell wird. Was wiederum nicht heißen soll, dass die Damen nicht schon vorher aktiv waren in Sachen Charity. So haben sie im letzten Jahr unter anderem Aktivitäten gestartet auf dem Schriesheimer Straßenfest, wo sie Getränke und Essen verkauften, und waren auf dem Weihnachtsmarkt in Dossenheim vertreten. Aus dem Erlös der Schriesheimer Aktivitäten resultierte dann eine Spende für den Verein "Freezone", eine Jugendhilfeeinrichtung, die sich in Mannheim um von Obdachlosigkeit bedrohte oder bereits auf der Straße lebende Kinder und Jugendliche kümmert. In Dossenheim ging es unter anderem um einen sinnbildlichen Löwen aus Stoff, den die Lions-Damen gerne Rettungskräften für ihre Einsatzwagen zur Verfügung stellen würden, die sich um Kinder in akuten Notlagen kümmern.

Auch die Ilvesheimer Blindenschule hat bereits Hilfe erfahren von den Ladies des neuen Lions Clubs Metropolregion. Mit den jetzt aus einer Tombola bei der Charterfeier in Heidelberg erwirtschafteten Erlösen wird zudem die Kinder-Initiative Strahlenburg in Schriesheim unterstützt, die Hilfe anbietet für schwer kranke pflegebedürftige Kinder und deren Eltern. Und so soll es weiter gehen, sind sich Lisa Vermeer, die in Leimen lebt, und Marianne Peters-Enders aus St. Leon-Rot mit der 1. Vizepräsidentin Elke Pfeifer-Nagel aus Heddesheim und den anderen bisher 19 Damen einig. Sicher sind sie auch, dass demnächst noch das eine oder andere neue Clubmitglied dazu kommen wird. "Wir wollen gemeinsam etwas gestalten und dort helfen, wo es am nötigsten ist - und zwar immer direkt und unmittelbar in unserer Region", unterstreicht die Präsidentin.

Stolz sind die Mitglieder des Lions Clubs Metropolregion darauf, dass ihre Charterfeier exakt 100 Jahre nach der Gründung des allerersten Lions Clubs überhaupt stattgefunden hat, der 1917 in Chicago aus der Wiege gehoben wurde (siehe auch "Stichwort" rechts). Den Slogan, der bereits damals ausgegeben wurde, haben auch sie sich zu eigen gemacht, sagen sie: "Du kommst nicht sehr weit, bis Du beginnst, etwas für andere zu tun". Das wurde denn auch bei der Feier in Heidelberg deutlich zum Ausdruck gebracht. Man wolle sich in den kommenden Jahren möglichst vielen Zielen widmen, sagte die Präsidentin - stets getreu dem Motto "We serve - wir dienen".

Info: Auskunft über den neuen Lions Club Metropolregion Rhein-Neckar gibt gerne Marianne Peters-Enders. Sie ist erreichbar über die Email-Adresse mj.enders@gmx.de.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung