25.03.2017

Beleuchtung der Schriesheimer Burg wird für "Earth Hour" ausgeschaltet

Von 20.30 bis 21.30 Uhr sind Menschen weltweit zum Ausschalten der Beleuchtung als Zeichen für den Klimaschutz aufgerufen

Von Carolina Paul

Schriesheim. Wenn die einen die Lichter ausmachen, geht den anderen vielleicht eins auf - das ist die Hoffnung des World Wide Fund For Nature (WWF) mit seiner "Earth Hour": Am Samstag Abend von 20.30 bis 21.30 Uhr sind Menschen weltweit zum Ausschalten der Beleuchtung als Zeichen für den Klimaschutz aufgerufen. Auch die Strahlenburg wird nicht angestrahlt. Die RNZ hat die Schriesheimer gefragt, was sie von dieser Aktion halten.

Willi Kröger: "Ich habe von der Aktion gehört und mir selbst überlegt, mitzumachen. Mir ist bewusst, dass das nicht viel bringen wird. Ich verstehe die Teilnahme eher als Zeichen der Solidarität mit der Mensch-heit. Symbolisch hat es auf alle Fälle einen großen Wert. Be-stimmt kann gemessen werden, was es ausmacht, wenn Menschen auf der ganzen Welt das Licht ausmachen."

Daniel Greulich: "Wenn ich zu Hause wäre, würde ich es ausschalten. Unbewusst lasse ich oft unnötige Lichtquellen an. Darauf könnte ich mehr achten. In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, auf die dadurch entstehenden Umweltschäden aufmerksam zu machen. Deshalb finde ich den Aufruf oder Weckruf gut."

Renate Heiß: "In unserer Bäckerei machen wir uns viele Gedanken zum Thema Strom und Energie. In allen Räumen sind Bewegungsmelder angebracht, sodass das Licht wirklich nur dann brennt, wenn jemand den Raum betritt. Wir sind fast permanent am Arbeiten und haben daher einen hohen Verbrauch. Seit mehreren Jahren sind wir Ökostromer und werden das 2018 intensivieren. Privat brennt bei uns abends aufgrund der Arbeitszeiten selten Licht. Die "Earth Hour" gefällt uns sehr gut. Deshalb nehmen wir mit dem Geschäft in der Heidelberger Straße teil."

Regine Hindorf: "Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, daran teilzunehmen. Allein, wenn ich an die gigantischen Bilder aus dem Weltall denke, in denen die Kontinente leuchten, wird mir die Problematik erneut bewusst. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Natur, sondern auch auf den Menschen. Meiner Meinung nach ist man deutlich gestresster, wenn man ununterbrochen künstlichem Licht ausgesetzt ist. Einfach mal alles ausstellen und entspannen, dann findet man wieder zu sich."

Reza Mashti: "In der Gastronomie sind wir sehr auf Stromquellen unterschiedlichster Art angewiesen. Tagsüber versuchen wir zu sparen, aber abends geht das einfach nicht. Wenn das Restaurant voll ist, können wir auf Licht nicht verzichten. Auch die Außenreklame ist wichtig: Sie signalisiert, dass wir geöffnet haben. In der Küche versuchen wir, mit Induktions-geräten und Gasöfen zu arbeiten. Der Einfluss des weltweiten Stromverbrauchs auf die Umwelt ist groß, und viel Strom kostet viel. Heute Abend versuchen wir, auf unsere Außenreklame zu verzichten, und machen bei der Aktion mit."

Copyright (c) rnz-online

Autor: Rhein-Neckar-Zeitung