28.04.2017

Hort wird etwa drei Millionen Euro kosten

Hort wird etwa drei Millionen Euro kostenDer Gemeinderat soll am morgigen Mittwoch weitere Arbeiten vergeben – Auch der Jugendgemeinderat und Flüchtlingsunterkünfte sind auf der Tagesordnung

Mit leichten Zeitverzögerungen geht der Bau des Schulhorts am Strahlenberger Schulhof voran. Im Gemeinderat stellt die Verwaltung morgen Abend den aktuellen Sachstandsbericht vor. Foto: Dorn

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Von Frederick Mersi

Schriesheim. Die Arbeiten am Millionenprojekt des Neubaus eines Schülerhorts am Strahlenberger Schulhof gehen in die nächste Runde: Am morgigen Mittwochabend soll der Gemeinderat nach dem Willen der Stadtverwaltung Zimmer- und Holzbau- sowie Dachdecker- und Blechnerarbeiten mit einem Kostenvolumen von insgesamt etwa 441.000 Euro vergeben. Nach aktuellem Stand wird der Neubau insgesamt etwas mehr als drei Millionen Euro kosten.

In der vergangenen Sitzung im März war die Vergabe der Arbeiten noch verschoben worden, da laut Stadtbaumeister Markus Schäfer noch Nebenangebote zu prüfen waren. Als wirtschaftlichste Option wird nun die Schriesheimer Firma Holzbau Grüber vorgeschlagen. Die Auftragssumme liegt dabei fast 50.000 Euro über der Kostenberechnung für diese Arbeiten.

Der Rohbau des Schülerhorts läuft unterdessen mit leichter Zeitverzögerung. Die Verwaltung geht laut ihrem aktuellen Sachstandsbericht daher davon aus, dass die Räume erst Anfang Dezember bezogen werden können. Vorher soll der Hort übergangsweise in die Strahlenberger Grundschule umziehen, damit der Kindergarten Kurpfalzstraße in den Herbstferien in das jetzige Zuhause des Horts, die Containereinheiten in der Conradstraße, umziehen kann. Danach soll die Einrichtung ebenfalls in einen Neubau ziehen.

Mit dem Jugendgemeinderat (JGR) wird sich das Gremium am morgigen Abend ebenfalls beschäftigen: Dieser will die Abwesenheitsregelungen bei seinen Sitzungen verschärfen. JGR-Mitglieder, die mehrmals unentschuldigt fehlen, sollen aus dem Gremium ausscheiden. Falls ihre Plätze im Jugendgemeinderat nicht durch Nachrücker ersetzt werden kann, wird eine Ergänzungswahl für den Rest der Amtszeit nötig. Die Kinder und Jugendlichen im JGR haben der entsprechenden Satzungsänderung bereits zugestimmt.

Zustimmen soll der Gemeinderat, wenn es nach der Verwaltung geht, auch der Anmietung der Gebäude "In den Fensenbäumen 22, 22a, b und c" zum 1. Mai. Die zwei Doppelhaushälften der Baugenossenschaft Familienheim Rhein Neckar will die Stadt als Unterkünfte für bis zu 40 Geflüchtete nutzen.

In der vergangenen Sitzung waren die Gebäude 22b und c bereits als Gemeinschaftsunterkünfte in eine städtische Satzung aufgenommen worden. In den Häusern 22, 22a und b mietet die Stadt dagegen Wohnungen für Familien an. Ein genauer Zeitpunkt, zu dem die Bewohner dort einziehen sollen, stand aber noch nicht fest.

Stadtarchivar Dirk Hecht beantragt außerdem den Beitritt der Stadt zum Notfallverbund Heidelberg: Dieser hat die Aufgabe, in Notfällen Archiven und wissenschaftlichen Einrichtung bei der Rettung und Bewahrung ihrer Bestände zu helfen. Beteiligt sind unter anderem bereits das Kurpfälzische Museum und das Archiv der Stadt Heidelberg. Die Verwaltung hält auch einen Beitritt des Museums Théo Kerg für sinnvoll.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Bürgerinitiative "Gegenwind Schriesheim-Hirschberg". Sie soll ins Vereinsregister der Stadt aufgenommen werden. Aus Verwaltungssicht spricht nichts dagegen.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung