28.04.2017

Kein Geld vom Land für Schulsanierung

Kultusministerin Susanne Eisenmann machte keine Hoffnung auf Finanzspritze

Schriesheim. (ani) Für die notwendige Sanierung des Schriesheimer Kurpfalz-Schulzentrums wird es vorerst kein Geld vom Land geben. Das machte die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montagabend in Heidelberg bei ihrer Veranstaltungsreihe "Klassentreffen - Unterwegs in Sachen Bildung" deutlich.

Rund 200 Lehrer, Schulleiter und Personalräte kamen bei dem Treffen zusammen - und Martina Pfeifer, Lehrerin am Kurpfalz-Gymnasium, machte die Ministerin während der Fragerunde darauf aufmerksam, dass an dem Schulzentrum dringend Handlungsbedarf besteht: "Unsere Schule wurde 1973 gebaut - und seither wurde nichts gemacht." Erst kürzlich habe eine Arbeitsgruppe den Finanzbedarf für die Sanierung des gesamten Schulzentrums ermittelt: Er liegt laut Pfeifer bei rund 40 Millionen Euro. "Die Stadt Schriesheim hat kein Geld. Was passiert jetzt?", fragte Pfeifer die Ministerin - und die gab eine deutliche Antwort: "Das Thema Schulsanierung ist im Programm der Schulbauförderung des Landes nicht vorgesehen. Die Bauunterhaltung ist Sache des Eigentümers, also in dem Fall der Kommune."

Zwar sei ihr der Schriesheimer Fall bekannt, schon mehrfach sei sie auf das Problem angesprochen worden - aber: "Die Summe, die Sie brauchen, ist ähnlich hoch wie die, die wir im Schulbauförderprogramm für das ganze Land eingestellt haben", so die Kultusministerin. Dass in den Kommunen in Sachen Schulsanierung offenbar Handlungsbedarf bestehe, sei zwar angekommen. Dennoch könne das Problem in diesem Jahr sicher nicht mehr gelöst werden.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung