16.05.2017

Zustand der Sportanlagen bereitet dem TV Schriesheim Frust

Vorsitzender kritisierte bei Hauptversammlung mangelnde Hallenreinigung

Von Carolina Paul

Schriesheim. Ob beim Skifahren oder beim Mathaisemarkt, Beate Fontius hat es sich um den Turnverein verdient gemacht. Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zum goldenen Hirsch" wurde ihr deshalb die silberne Ehrennadel verliehen. Gleich zu Beginn bedankte sich Jürgen Busch für ihr außergewöhnliches Engagement und die Mitarbeit bei unzähligen Veranstaltungen in ihren 26 Jahren TV-Mitgliedschaft.

Auch dem Vorstand, den Abteilungsleitern, Trainern, Sportlern und den zahlreichen Helfern galt Buschs Dank in seiner Begrüßungsrede. Nur gemeinsam könne man das Bild des Turnvereins prägen, ermutigte er. Künftig soll die Webseite des Vereins auf den neusten Stand gebracht werden.

Neuerungen gab es außerdem bei der Jugendarbeit: Von allen Trainern und Übungsleitern wurden polizeiliche Führungszeugnisse gefordert. "Wir haben das unternommen, was Experten raten, um sexualisierte Gewalt zu verhindern", so der Vorsitzende.

Ein leidiges Thema folgte direkt im Anschluss: der Zustand und die Reinigung der Sportstätten. Lange Zeit dachten sie, sie hätten endlich Ruhe, doch weit gefehlt. Die "Kontrollketten" funktionierten überhaupt nicht, seit einiger Zeit verbreite sich in einer der Hallen ein modriger Geruch. Zwar konnte Schimmel als Ursache ausgeschlossen werden, der belästigende Gestank sei dennoch da, so Busch. "Wir haben der Stadt eine Art ’Sanierungsantrag’ vorgelegt." Der TV hofft nun auf eine größere Renovierung.

Leichtathletik-Abteilungsleiter Jörg Wöhe bemängelte den Zustand des Sportplatzes: "Der Gesamtzustand des Stadions ist eigentlich nichts", beklagte er. Bei Regen liefe das Wasser nicht ab, dadurch hebe sich die veraltete Kunststoff-Laufbahn.

Insgesamt war es aber ein erfreuliches Jahr für den TV. Bei ihrem Inklusionsbericht berichtete Christiane Arras vom Bürgertag vor dem Rathaus, wo unterschiedliche Projekte aus der Stadt vorgestellt wurden. Arras nutzte die Gelegenheit, um über Inklusionsangebote des Vereins aufzuklären. "Die mussten noch schnell aktualisiert werden, weil sich mittlerweile alle Abteilungen dafür geöffnet haben", sagte sie.

Die weiteren Höhepunkte des vergangenen Jahres waren dem Bericht des Geschäftsführers Peter Kanzler zu entnehmen. Die Skiabteilung war zum Beispiel bei den Kinderferienspielen zum Wasserski nach Mannheim gefahren. Beim dritten Strahlenburgtrail war der TV mit dabei - und wird dort auch in diesem Jahr wieder sein. Sportler aus der Floorballabteilung und der Leichtathletik wurden im Alten Rathaus bei der Sportlerehrung für ihre Leistungen ausgezeichnet. Beim Mathaisemarkt wurde der Verein gleich dreimal vertreten: Sowohl an der Krönung und dem Lauf als auch am Umzug hatten viele Mitglieder teilgenommen.

Unerfreulich war hingegen die Sperrung der Mehrzweckhalle wegen statischer Probleme und einem undichten Hallendach. Das erste Bundesliga-Heimspiel der Floorballer hatte deswegen verschoben werden müssen. Zum ersten Januar konnte eine Mitgliederzahl von 1562 Mitgliedern gemeldet werden - exakt die gleiche wie im Vorjahr. Peter Hartmann trug anschließend den Kassenbericht von Bernhard Kolb vor, der nicht zur Versammlung kommen konnte: Sehr erfreulich waren hier die höheren Spenden und Zuschüsse. Als "allererste Sahne" beschrieb Karl Hartmann die Kassenführung, die er mit Jürgen Paul geprüft hatte. Eine anstehende Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen. Hier wurde festgehalten, dass ausschließlich Mitglieder des Vereins in den Vorstand gewählt werden können und ein Austritt auch den Ausschluss aus diesem bedeutet.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung