23.05.2017

Wein zur Ausstellung "Die Päpste" als Sprungbrett nutzen

Winzergenossenschaft hat für die international beachtete Sonderausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen einen Spätburgunder gekeltert

Schriesheim. (fjm) Einen "Wow-Effekt" macht Mustafa Taslaman in der Flasche mit dem schlichten und eleganten Etikett aus: "Es ist wirklich ein Wein, der viel Spaß machen wird", ist sich der Verkaufsberater der Schriesheimer Winzergenossenschaft (WG) sicher. Für die Sonderausstellung "Die Päpste", die am Samstag in den Reiss-Engelhorn-Museen (REM) in Mannheim offiziell eröffnet wurde, hat die WG mit einem eigenen Spätburgunder den rechtsrheinischen Beitrag produziert.

Es ist bereits das dritte Mal, dass die REM und die Winzergenossenschaft bei einer Ausstellung kooperieren: Die "Wittelsbacher" wurden ebenfalls mit einem Spätburgunder, die Barock-Ausstellung mit einem Weißburgunder begleitet. "Baden ist eben Burgunderland", sagt Taslaman. Die Vorgänger des "Päpste"-Weins erwiesen sich dabei als sehr erfolgreich: Der "Wittelsbacher" ist komplett ausverkauft, vom Barock-Wein sind nur noch wenige Flaschen übrig.

Vom "Päpste"-Wein hat die Winzergenossenschaft trotzdem nur etwa 1500 Flaschen produzieren lassen, denn der Tropfen soll etwas Exklusives sein: Zwei Jahre lang ist er in einem Barrique-Fass gereift, bei der Lese am 6. Oktober 2014 wurde nur die besten Trauben am Kuhberg dafür geerntet. "Das ist schon etwas Besonderes", sagt Taslaman sichtlich stolz. Verkauft wird er, solange der Vorrat reicht: "Wenn die Flaschen weg sind, sind sie weg."

Ausgebaut wurde der Wein - wie die anderen Erzeugnisse der WG - im Winzerkeller in Breisach. Das Ergebnis: eine dunkel-rubinrote Farbe, kräftige Aromen und ein runder Geschmack. Bei den Auftaktveranstaltungen im Vorfeld der Ausstellung seien die ersten Verkoster aus dem In- und Ausland bereits sehr angetan gewesen, so Taslaman - für die Winzergenossenschaft eine willkommene Möglichkeit, sich einem großen überregionalen Publikum zu präsentieren. Auch bei "Jazz und Wein" am 30. Juni im Mannheimer Planetarium wird der "Päpste"-Wein als Empfehlung vorgestellt.

Vorher wird er im Museumscafé ausgeschenkt und ist darüber hinaus im Museumsshop, in der Geschäftsstelle der WG im Unteren Schulhof sowie im Delikatessengeschäft "Schnaps und Liebe" im Einkaufszentrum Q6/Q7 erhältlich. 11,60 Euro kostet eine Flasche - "ein guter Preis", wie Taslaman meint. "Wir hätten auch einen höheren Preis erzielen können." In jedem Fall sei es aber eine Investition, die sich auch langfristig lohne: "Wenn man ihn im Keller lagert, wird er noch ausgewogener und samtiger."

Das Etikett ist von den Reiss-Engelhorn-Museen gestaltet worden und damit Ausdruck einer Zusammenarbeit, mit der beide Seiten bisher sehr zufrieden sind: Während die Weine von der linken Rheinseite in den vergangenen Jahren von verschiedenen Erzeugern kamen, blieb die WG fester Kooperationspartner an der Bergstraße.

"Die nächste Sonderausstellung ist aber über Mumien, da sind meines Wissens nach keine Weine eingeplant", so Taslaman. Daher sei auch der nächste Sonderwein noch nicht angedacht.

"Das ist schon etwas Besonderes": Mustafa Taslaman, Astrid Spieß und Ronny Grüber (v. r.) von der Winzergenossenschaft sind stolz auf die 1500 Flaschen Spätburgunder. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung