06.06.2017

Schriesheimer Bergwerksfest auf 10. und 11. Juni vorverlegt

Nach schlechten Erfahrungen im Juli 2016 lädt der Bergwerksverein jetzt früher ein

Die T-Band - hier zu sehen beim Bergwerksfest 2013 - ist und bleibt ein Publikumsmagnet. Deshalb hat der Bergwerksverein die Musiker auch zum nächsten Bergwerksfest eingeladen, das bereits am 10. und 11. Juni über die Bühne geht. Foto: Dorn

Von Stefan Zeeh

Schriesheim. Die Aktiven des Bergwerksvereins Schriesheim brechen mit einer lang gehegten Tradition: Bisher war das erste Juliwochenende für das Bergwerksfest reserviert; in diesem Jahr wird das Fest aber im Juni stattfinden - und zwar bereits am kommenden Wochenende, 10. und 11. Juni.

Ursache für diese Terminverschiebung ist die große Hitze während des Bergwerksfests im vergangenen Jahr. Deswegen waren besonders am Sonntagnachmittag nicht mehr allzu viele Besucher im Bergwerk gezählt worden. "Wir hatten zeitweise mehr Helfer als Gäste", erinnerte sich Vereinskassierer Herbert Machatschek bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitagabend.

Hitze und Fußball-EM hielten die Gäste fern

2016 kam noch die Fußballeuropameisterschaft und das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Italien im Viertelfinale dazu. Deswegen blieben seinerzeit auch am ersten Tag des Bergwerksfests viele Gäste weg.

Und so will man es in diesem Jahr mit dem neuen Termin im Juni probieren. "Außerdem kann an diesem Wochenende die T-Band auftreten", erläuterte Herbert Machatschek. Und diese Gruppe sei in Schriesheim nun einmal ein Publikumsmagnet.

Eine weitere Veränderung wird sich in nächster Zeit im näheren Umfeld des Bergwerks ergeben. "Die Stadt hat das Gebäude unterhalb des Bergwerks gekauft", berichtete die Vorsitzende Jutta Machatschek den knapp 20 erschienenen Vereinsmitgliedern. Das Haus solle nun "zeitnah" abgerissen werden. Damit werde die Einfahrt zum Bergwerk etwas vergrößert und möglicherweise entstünden mehr Parkplätze unterhalb des Sudhauses.

Vielleicht kann durch diese verbesserten Rahmenbedingungen die Besucherzahl wieder erhöht werden. Denn der Trend in den vergangenen Jahren ist leicht rückläufig: Über 5000 Besucher zählte man 2013 und 2014. Im Jahr darauf waren es 4369 und im vergangenen Jahr noch 4101 Gäste, die das Bergwerk kennenlernen wollten.

Sorgen bereiten Herbert Machatschek die rückläufigen Besucherzahlen aber noch nicht. "Erst wenn die Zahl unter 4000 sinkt, werden wir uns etwas überlegen müssen", erklärte der Vereinskassierer. Den sinkenden Besucherzahlen steht zumindest eine leicht steigende Mitgliederzahl gegenüber: 72 Mitglieder hat der Verein derzeit und damit zwei mehr als im vergangenen Jahr. Die Vereinsmitglieder waren auch wieder fleißig, haben die Stollen und Schächte im Bergwerk in Schuss gehalten. "Die Sanierung des Tagschachts ist fertig", sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende, Götz Schmitt.

Nun ist man dabei, das Gebrück über dem Fuchsloch zu sanieren und hier neue Betonträger einzuziehen. Ebenso müssen die im Eingangsbereich zum Mittelstollen verbauten Eisenbahnschwellen gegen Betonträger ausgetauscht werden. "Unser verstorbener Ehrenvorsitzender Wilhelm Gassert ging davon aus, dass die Eisenbahnschwellen 100 Jahre halten", zeigte Götz Schmitt auf, dass selbst als stabil geltende Bahnschwellen den Witterungsbedingungen in einem Bergwerk nicht sehr lange standhalten.

Wenn diese Arbeiten erledigt sind, muss eine Trennwand im Schachthaus eingezogen werden, damit der neu zu installierende Hauptverteiler zukünftig sozusagen "im Trockenen sitzt".

Bei den anstehenden Neuwahlen wurden Götz Schmitt als stellvertretender Vorsitzender, Kassierer Herbert Machatschek und Schriftführer Leonard König einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Curt Full und Dietrich Wutzler gehören als Beiräte weiter dem Vorstand an. Karl-Heinz Schulz wurde erneut zum Kassenprüfer gewählt.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung