27.06.2017

Das hat eine Wiederholung verdient

Das neu aufgelegte Fest und Bandmusik ließen das Altenbacher Ortszentrum bis Mitternacht beben – Lob gab es für den MGV Liederkranz

Von Nicoline Pilz

Schriesheim-Altenbach. Genauso hatte sich der MGV Liederkranz das von ihm neu aufgelegte "Dorfplatzfest" in Altenbachs Mitte vorgestellt: Das mithilfe von privaten Spendern und Fördergeldern neu gestaltete Ortszentrum lebte und bebte am Samstag bis Mitternacht, die Tanzfläche vor der Bühne war rappelvoll und der eigens georderte "Foodliner" meldete kurz vor Schluss "Ausverkauft".

"Die Altenbacher haben uns toll unterstützt, es war einfach genial. Unsere Erwartungen wurden übertroffen", zog am Ende MGV-Vorsitzender Jürgen Fitzer eine mehr als zufriedene Bilanz. Das Feedback der Besucher fiel entsprechend aus: "Das müsst Ihr unbedingt wieder machen", erklärten viele - ein Votum, das der Liederkranz durchaus ernst nimmt.

"Wir machen natürlich noch einen Kassensturz, denn finanziell muss die Sache ja auch auskömmlich sein. Aber vom Gefühl her würde ich sagen, wir machen es nächstes Jahr wieder", so Fitzer. Denn Ziel sei es ohnehin, das Fest zu positionieren. Dabei war die Planung anfangs nicht ganz einfach gewesen: Wie viel Getränke braucht es, wie viel an Essen? Kommen Musik und Speisenangebot überhaupt bei den Besuchern an?

"Es war ein bisschen der Blick in die Glaskugel", beschrieb Fitzer. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass der Verein alles richtiggemacht hat, indem er diesem Dorfplatzfest einen modernen, passend sommerlich-leichten Touch verlieh und aktuelle Trends aufgriff. Zum Beispiel beim Bewirtungsangebot: Alles frisch, gekonnt und schmackhaft zubereitet von Bernd Müller und seiner Frau Sandra Dias Monteiro Müller in ihrem zehn Meter langen "Foodliner", wo Burger sowie Salat, Obst und Kuchen im Glas über die Theke gingen.

"Das kann ich nur empfehlen", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl A. Lamers, ein leeres Behältnis mit Erdbeerkuchen vor sich. Lamers und sein SPD-Kollege Lothar Binding kamen zur Eröffnung und blieben gern ein Weilchen; für beide eine willkommene Pause vor dem bald startenden Wahlkampf zur Bundestagswahl.

Ortsvorsteher Herbert Kraus fand die Idee des "Liederkranz", das in den 90er Jahren eingeschlafene Dorfplatzfest wiederzubeleben, "absolut gut". Denn der Platz selbst, meinte Kraus, werde noch zu wenig genutzt. Dem widersprach Renate Hörisch-Helligrath: "Ich finde, dass der Platz durchaus belebt ist und gut angenommen wird. Mütter kommen mit ihren Kindern her, die hier am Wasser spielen. Und auch die Senioren treffen sich hier." Aber dieses Fest sei unbedingt eine Bereicherung für Altenbach. Das sahen die Bewohner des Ortsteils fraglos genauso, denn sie kamen, blieben und tanzten. Einen hohen Anteil an der Bewegungsfreude der Altenbächer hatte die sechsköpfige Formation "Knetkepp" aus Abtsteinach, die querbeet alles im Repertoire hatte, was Zuhörer auf die Beine bringt. Schlager, Rock, Pop und fetentaugliche Hits der Neuen Deutschen Welle rollten von der Bühne. Am Nachmittag waren es die "Au-Brothers" Volker und Klaus, die ihre Zuhörer putzmunter musikalisch quasi "vorglühten" - mit Coversongs im neuen, lokalkolorierten Gewand.

Eine pfiffige Idee vom Liederkranz war es auch, alle Vereine mit Jugendarbeit nacheinander aufs Podium zu holen, um Konzepte und Angebote im Nachwuchsbereich vorzustellen. Den Anfang machten die putzigen "Zumba-Kids" vom Turnverein, wo schon die Allerkleinsten im Kinderturnen und der Zirkusschule Selbstbewusstsein und Motorik trainieren. Moderator Hans-Peter Pröll fragte auch nach Angeboten in der Gesundheitssparte und nach den Bedürfnissen des Vereins. "Übungsleiter bräuchten wir, da haben wir immer Bedarf", sagte Vereinsvorsitzende Suzanne Epp.

Danach kamen die Kartfahrer des Motorsportclubs an die Reihe, die übers Training und die technischen Details ihres Fahrzeugs sprachen. Die Jugendfeuerwehr warb für sich, und auch die Chorkids des MGV Liederkranz machten ihren Altersgenossen Lust, sich ihnen anzuschließen. "Wir haben da ja ein eigenes Konzept mit Schulkooperation und extra Stimmbildung für die Kinder, damit sie das Handwerkszeug des Singens lernen", schilderte Fitzer.

Auch bei Auftritten beteilige man den Nachwuchs mit dem Ziel, dass dieser ab 16 Jahren dann dem Hauptverein die Treue hält. Auch ihnen war dieses Fest gewidmet: Der Erlös daraus fließt in die Jugendarbeit zurück.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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