30.06.2017

Keine Engpässe bei der Kinderbetreuung

Gemeinderat bewilligte Zuschüsse von mehr als einer Million Euro an vier private Einrichtungen
Schriesheim. (fjm) "Dieses Nullsummenspiel ist positiv", sagte Stadtrat Michael Mittelstädt (CDU) am Mittwochabend. Gemeint war die Kinderbetreuung durch private Einrichtungen in der Stadt: Insgesamt etwas mehr als eine Million Euro zahlt die Verwaltung für dieses Jahr an die Tausendfüßler GmbH und die Vereine "Postillion" und "Purzelzwerg". Die gesamte Summe, manchmal sogar etwas mehr, wird jedoch durch Zahlungen des Landes an die Stadt ausgeglichen. Dementsprechend lautete die Bilanz von Hauptamtsleiter Edwin Schmitt: "Wir haben in der Finanzierung eine sehr geordnete Situation."

170 Betreuungsplätze bieten die vier Träger in Schriesheim an, dazu kommen die städtischen Kindergärten in der Römerstraße, der Sophienstraße, der Kurpfalzstraße und der Mannheimer Straße. 196 Kinder unter drei Jahren werden derzeit in Schriesheim betreut. "Das sind nach Weinheim die zweitmeisten im Rhein-Neckar-Kreis und mehr als alle anderen Großen Kreisstädte", so Schmitt. Trotzdem seien im Juni immer noch zwölf Plätze verfügbar gewesen.

"Es hat zu keinem Zeitpunkt Platzmangel gegeben", sagte Schmitt. Mittelfristig werde dies auch so bleiben: Mit dem Neubau des Kindergartens in der Kurpfalzstraße werden vier weitere Gruppenräume frei. "Das heißt, wir könnten dann im Notfall ganz zeitnah reagieren", so Schmitt, "wir haben also absolut keine Stresssituation."

Die Kosten pro Betreuungsplatz sind in den einzelnen Einrichtungen der privaten Träger jedoch sehr unterschiedlich: Manche Träger müssen ihre Räume mieten, nicht alle bezahlen ihre Mitarbeiter nach Tarifvertrag, dazu kommen unterschiedlich hohe Materialkosten, etwa für Spielgeräte oder kleinere Reparaturen.

Vom Gemeinderat gab es für die Stadtverwaltung zu diesem Thema ausschließlich Lob zu hören: "Die Zahlen sind schlüssig, und es bleibt alles im Rahmen", sagte Sabine Fath (Grüne Liste), "wir lassen uns das einiges kosten, aber es sichert den Zuzug von Familien." Auch Michael Mittelstädt hielt die von Robert Eszterle zusammengestellten Zahlen für "nachvollziehbar", Matthias Meffert von den Freien Wählern lobte die Vielfalt der Konzepte in den unterschiedlichen Einrichtungen: "Das lässt zu, dass Eltern das Beste für ihre Kinder finden können."

Im Einzelnen erhält die Tausendfüßler GmbH für das Jahr 2017 rund 314.000 Euro, der Postillion für seine Krippen im Rindweg und am Schillerplatz rund 476.000 Euro und der Purzelzwerg knapp 225.000 Euro für seine Kleinkindbetreuung und den Waldkindergarten im Weiten Tal. Diese Summen werden mit Nachzahlungen oder Abzügen vom vergangenen Jahr verrechnet. Hinzu kommt noch die Kinderkrippe der AWO, die aber noch keine Unterlagen zu beantragten Zuschüssen eingereicht hatte.

Nicht in diesen Bereich mit einfließen wird der neue Waldkindergarten auf der Kipp in Altenbach, den der Gemeinderat in seiner Maisitzung bewilligte: Dieser soll vom Postillion betrieben werden, wird aber von der Gemeinde Wilhelmsfeld bezuschusst.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung

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