04.07.2017

Die Stadt will wieder ins Förderprogramm

Der Gemeinderat beschloss Antragstellung – Die Ortskernsanierung soll nach Osten erweitert werden

Schriesheim-Altenbach. (fjm) Die erfolgreiche Premiere des Dorfplatzfestes am vergangenen Wochenende, das neu eingerichtete Schulhof-Café von Kegelstuben-Wirt Rainer Seifert, die wiederbelebte Kerwe: Altenbach profitiert schon jetzt von der Neugestaltung seines Ortsmittelpunkts. Möglich wurde das durch eine Großspende des SAP-Mitbegründers Hasso Plattner und die Aufnahme des Vorhabens ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes. Auch für das kommende Jahr beantragt die Stadt Fördermittel für die Ortskernsanierung, das beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend einstimmig.

"Es ist jetzt schon fast höchste Eisenbahn", sagte Christian Wolf von der Grünen Liste. Schließlich war man mit einem Antrag für das Jahr 2016 laut Aussage der damaligen Stadtbaumeisterin aufgrund nicht genügender Bürgerbeteiligung gescheitert. Auch Ortsvorsteher Herbert Kraus hatte im Gespräch mit der RNZ zur Eile gemahnt: "Wir brauchen die Termine für Workshops eigentlich bis Ende Juli." Nun stellte sich jedoch durch eine Anfrage beim Rhein-Neckar-Kreis heraus, dass eine weitere Bürgerbeteiligung doch nicht unbedingt zur Antragstellung nötig ist. "Das weiterzuführen, ist aber auch sinnvoll, wenn es nicht verpflichtend ist", so Wolf gegenüber der RNZ.

SPD-Stadträtin Renate Hörisch-Helligrath verwies auf die bereits gesammelten Ideen für die Erweiterung der Ortskernsanierung entlang der Hauptstraße in Richtung Osten: Unter anderem wurden dabei Seniorenwohnungen, ein Jugendangebot und eine Neugestaltung des Straßenraums zur Verkehrsberuhigung vorgeschlagen. Im aktuellen Kalenderjahr fördert das Land mit 9000 Euro bisher nur den Abriss eines ehemaligen Kiosks gegenüber dem Schulhof: Das stadteigene Gebäude soll zusätzlichen Parkplätzen weichen. Der Abriss werde übernächste Woche erfolgen, gab Stadtbaumeister Markus Schäfer bekannt.

Hörisch-Helligrath begrüßte dies ausdrücklich: "Damit wird ein Schandfleck aus der Ortsmitte entfernt." Sie lobte auch die bisherigen Veränderungen: "Die Bewohner wissen das zu schätzen, wir dürfen uns auf diesem Erfolg aber nicht ausruhen."

Hans Beckenbach von den Freien Wählern mahnte an, eine mögliche Förderung zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums zu nutzen. Christian Wolf betonte, dass mit den Zuschüssen vom Land auch Nahversorger, Ärzte oder Handwerksbetriebe unterstützt werden könnten, sofern es um bauliche Veränderungen geht. Die Verwaltung selbst hob in ihrer Beschlussvorlage die Möglichkeiten für neuen Wohnraum hervor.

Abwarten muss die Stadt noch das Ergebnis eines Nachholverfahrens zur Förderung der Neugestaltung der Hauptstraße in Richtung Osten. Sollte dieser Antrag nicht erfolgreich sein, will die Verwaltung ihn für das Jahr 2018 noch einmal stellen.

Die Neugestaltung des Ortsmittelpunkts entlang der Hauptstraße in Altenbach will die Stadt fortsetzen. Durch das ELR würden aber auch private Investitionen gefördert. Foto: Dorn

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung