15.09.2017

Das Grundgerüst steht

Umbau der Volksbank-Filiale in der Bismarckstraße bisher im Kosten- und Zeitrahmen - Kostenloses WLAN für Kunden geplant

15.09.2017, 06:00 Uhr

Von Nicoline Pilz

Schriesheim. Noch schauen überall Kabel aus der Decke, den Wänden und dem Boden. Anschlüsse sind dort erkennbar, wo in einigen Monaten die zehn neuen Selbstbedienungsgeräte stehen werden. Ein Handwerker nestelt an Leitungen, alle Treppen sind mit einem Schutz aus Pappe belegt. Obwohl sich das "neue" alte Volksbank-Gebäude in der Bismarckstraße im Moment noch als Gerippe präsentiert, liege man bei Bauzeit und den Kosten im Rahmen, sagt Prokurist Alexander Bitz beim Rundgang mit der RNZ.

Rund drei Millionen Euro investiere man hier, erklärt Vorstandsmitglied Michael Hoffmann. Die Filiale in Schriesheim ist eine von 19 Zweigstellen, die die Volksbank Kurpfalz für eine modernere Konzeption umbaut. In der Weinstadt fiel der Startschuss nach dem Mathaisemarkt dieses Jahres. "Und wir werden auch vor dem nächsten fertig sein", meint Hoffmann gelassen. Eine frühere Eröffnung sei ebenfalls möglich. Zurzeit sind Bankkunden auf die Containerfiliale vor dem Rathaus angewiesen.

Erste Erwägungen, das Gebäude in der Bismarckstraße abzureißen und neu zu bauen, verwarf das Unternehmen aus Kostengründen. Und weil es eigentlich nicht nötig war: "Unsere Entscheidung, das Ganze stehenzulassen und lediglich umzubauen, stieß durchweg auf positive Resonanz", sagt Hoffmann.

Im Moment entsteht im Erdgeschoss mit seinen 630 Quadratmetern Fläche ein großzügiger Bereich mit Sichtschutz, in dem die Kunden ihre Bankgeschäfte selbst erledigen. Dahinter liegt der künftige Empfangsbereich, von dem aus es weitergeht zur individuellen Beratung, falls terminiert oder gewünscht. "Um die Diskretion zu wahren, haben wir mehr Beratungsräume als zuvor. Das alles war ja vorher offen, ohne Schallschutz und nicht mehr zeitgemäß", erklärt Bitz. Mitarbeiterräume und eine barrierefrei zu erreichende Kundentoilette ergänzen die geplanten Räume im Erdgeschoss.

Die früher vorhandene Wendeltreppe nach oben wurde geschlossen: Ins Obergeschoss zieht ein Teil der Verwaltung, das sogenannte "Backoffice" für Kundengeschäfte. Auch Regionaldirektor Jürgen Seib wird hier seinen Dienstsitz haben. "Wir wollten einfach die Einheiten trennen. Im Prinzip könnten wir hier oben auch Büros extern vermieten, was nicht fest geplant ist, aber vorbereitet wird", meinte Hoffmann.

Mitarbeiterräume, eine Teeküche und Toiletten kommen ins erste Obergeschoss. Im zweiten bleibt alles unverändert: "Das war noch auf aktuellem Stand hier oben", so Hoffmann weiter. Auflagen für Brandschutz waren auch hier ein großes Thema: Rauchmelder, entsprechende Beleuchtung und Brandschutztüren machten keinen geringen Anteil an den Kosten aus.

Im Untergeschoss werden Personalräume und ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter installiert; "Bonbons" für Kunden dürften eine Treppe höher im Erdgeschoss eine Sitzgruppe und kostenloses WLAN werden.

Der SB-Bereich wird Tag und Nacht geöffnet sein. "Nur nicht am Mathaisemarkt - da machen wir zu", teilt Bitz mit. Verständlich. Doch außen kommt der Geldautomat ja auch wieder an die Fassade, der auch während des Mathaisemarkts genutzt werden kann.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung