02.01.2018

Einiges wird teurer: Das ändert sich 2018 in Schriesheim

Gebühren und Steuern werden erhöht - Kindergartenplätze werden teurer - Notarzt wird in die Weinstadt verlegt

Schriesheim. (fjm) Der 1. Januar ist Stichtag für neue Satzungen und Regelungen, doch auch danach kommen einige Neuerungen und Veränderungen auf Schriesheim zu. Die wichtigsten hier im RNZ-Überblick:

> Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer: Ab Neujahr müssen Grund- und Gewerbebesitzer mehr Geld zahlen. Ende November hat der Gemeinderat entschieden, die Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer jeweils um 20 bis 45 Prozentpunkte zu erhöhen. Damit liegen die Hebesätze ab Montag bei 360, 390 und 360 Prozent. Der Besitzer eines Einfamilienhauses im Neubaugebiet Nord, der bisher etwa 509 Euro pro Jahr zahlt, muss künftig etwa 575 Euro zahlen - also etwa 5,50 Euro mehr im Monat.

> Anhebung der Kindergartengebühren: Bereits zum 1. Oktober wurden die Preise für Kinderbetreuung in städtischen Einrichtungen erhöht, im Herbst 2018 wird es für Eltern noch einmal teuerer. Am kräftigsten wird an den Gebührenschrauben der Ganztagsbetreuung gedreht: Um 42 Prozent - von 168 Euro auf 246 Euro - werden hier die monatlichen Beiträge steigen.

> Umzug des Notariats: Das Grundbuchamt der Stadt wurde schon Anfang 2017 abgewickelt, ab dem 1. Januar ändert sich auch die Stellung der Bezirksnotare Steffen Ott und Sebastian Zander. Sie werden zu Freien Notaren und ziehen Mitte des Jahres in ihre neuen Büros im ehemaligen Weinheimer Grundbuchamt gegenüber dem Amtsgericht.

> Erhöhung der Gebühren für Schmutz- und Frischwasser: Beschlossene Sache ist die Anhebung noch nicht, doch die Gebühren für Schmutz- und Frischwasser könnten bei einer entsprechenden Entscheidung des Gemeinderates rückwirkend zum 1. Januar auf zwei beziehungsweise 2,70 Euro netto pro Kubikmeter steigen. Diesen Vorschlag will die Verwaltung dem Gemeinderat machen. > Verlegung eines Notarztes: Die medizinische Versorgung soll besonders in den Schriesheimer Ortsteilen verbessert werden. Deshalb wird Anfang des neuen Jahres ein Notarzteinsatzfahrzeug samt Personal (ein Notarzt und ein Rettungsassistent) tagsüber für zwölf Stunden nach Schriesheim verlegt. Ein möglicher Standort ist das DRK-Heim in der Ladenburger Straße, beschlossen ist das aber noch nicht.

> Anforderung des Busses in Ursenbach: Die Änderung griff zwar offiziell schon zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember, bleibt im kommenden Jahr jedoch nicht weniger wichtig. Wer von Ursenbach mit dem Bus nach Altenbach, Wilhelmsfeld oder Schriesheim fahren will, muss diesen jetzt telefonisch mindestens eine Stunde vor der Abfahrtszeit anfordern. Die bisherige Frist von 30 Minuten war laut Angaben der Busverkehr Rhein-Neckar nicht ausreichend.

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung