02.01.2018

KSV Schriesheim: Ringer steigen nicht in die Bundesliga auf

Wechselhafte Saison verhindert Gang ins Oberhaus – Keine Aufstiegspflicht

Von Claus Weber

Schriesheim. Die Ringer des KSV Schriesheim bleiben - zumindest vorerst - in der Regionalliga Baden-Württemberg. Weil sie sich mit ihrem 19:15-Sieg über den AB Aichhalden am letzten Kampftag vom siebten auf den dritten Rang nach oben katapultierten, hätten die Bergsträßer in die erste Bundesliga aufrücken dürfen. Eine Aufstiegspflicht gibt es für den Tabellendritten allerdings nicht.

Die Verantwortlichen des KSV haben sich nun gegen den Sprung ins Oberhaus ausgesprochen. "Wir haben uns dagegen entschieden", erklärte Abteilungsleiter Marc Hartmann, "denn die zurückliegende Saison war sehr, sehr wechselhaft und wir sind erst noch auf dem Weg, uns zu einer starken Mannschaft zu formen."

Erst vor zwei Jahren hatten die Bergsträßer ihre Mannschaft aus sportlichen und finanziellen Gründen freiwillig aus der Bundesliga zurückgezogen. Der KSV Schriesheim hatte seinerzeit unter großen Anstrengungen zwar die beste Mannschaft seiner über hundertjährigen Vereinsgeschichte zusammengestellt, kassierte aber dennoch meist nur Niederlagen. Am Ende waren deshalb auch die Zuschauerzahlen immer weiter zurückgegangen.

Auch in dieser Saison hatten die Bergsträßer eine Staffel aufgeboten, die Meister hätte werden können. Aber wegen Verletzungssorgen und Gewichtsproblemen gab es neben zehn Siegen auch sechs Niederlagen und zwei Unentschieden. "Im Nachhinein muss man sagen, dass wir - hätten wir immer unsere beste Staffel stellen können - Erster oder Zweiter geworden wären", zog Trainer Kai Dittrich am Ende der Runde Bilanz.

Während Dittrich einen Aufstieg in der neuen Runde gerne als Saisonziel ausgeben würde, ist Marc Hartmann mit Prognosen noch zurückhaltend. Derzeit befinde sich die Vereinsführung in Gesprächen mit zwei Neuzugängen, erklärte der Abteilungsleiter. "Wenn es mit ihrer Verpflichtung klappt, können wir im vorderen Drittel mitringen", so Hartmann. Vor allem sei man dann flexibler.

Abgänge stehen bislang nicht fest. "Wir haben bereits mit jedem gesprochen", sagte Hartmann, "so gut wie alle wollen bei uns bleiben."

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Autor: Rhein-Neckar-Zeitung